09.06.2019 15:44 |

Mountainbike

Bruni triumphiert Höll mit Sensationslauf

Was für eine Downhill-Show im Pinzgau! Der dreifache Weltmeister Loic Bruni (Fra) holte zum Abschluss den Sieg bei den Herren und unterstrich damit seine Ambitionen auch bei der WM 2020 in Leogang zuzuschlagen. Der Finaltag des hatte schon mit einem Paukenschlag begonnen. Die Saalbacher Lokalmatadorin Valentina Höll fuhr im Endlauf der Juniorinnen wie von einem anderen Stern, distanzierte das zweitplatzierte US-Girl Anna Newkirk um fast 19 Sekunden und feierte ihren neunten Weltcupsieg beim zehnten Antreten. Die eigentliche Sensation: Mit dieser Zeit wäre Vali sogar bei den „Großen“ auf dem Podest gelandet. 

Über 25.000 Mountainbike-Begeisterte stürmten auch heuer wieder das Out of Bounds Festival in Leogang um die absoluten Topstars der Downhillszene live zu erleben. Finaler Höhepunkt war dann am Sonntagnachnmittag das Finale der Herren, in dem sich der Franzose Loic Bruni durchsetzen konnte. Der dreifache Weltmeister konnte sich mit einer Zeit von 3.16, 132 Minuten seinen ersten Leogang-Sieg holen und verwies Qualisieger Greg Minnaar (SA) und Troy Brosnan (Aus) auf die Plätze. Der Steirer David Trummer musste sich nach einem schweren Fehler mit Rang 58 zufrieden geben.Für den ersten Höhepunkt auf dem Speedster-Kurs im Bikepark Leogang hatte Sonntagvormittag eine junge Salzburgerin gesorgt.

„Dieses Wochenende hat einfach alles perfekt funktioniert“, jubelte die 17-jährige Valentina Höll im Ziel. Mit einer Zeit von 3.49,363 Minuten war Saalbacherin  nochmals um eine Sekunde schneller als im Seeding Run am Samstag und lag damit beeindruckende 18,749 Sekunden vor der zweitplatzierten Anna Newkirk (US). Damit wiederholte die Pinzgauerin nicht nur ihren Vorjahressieg von Leogang sondern sicherte sich auch ihren neunten Sieg im Weltcup - beim zehnten Antreten. Zudem holte sie sich auch die Weltcupführung von Newkirk zurück.

„Ich glaube ein Rennen ist niemals perfekt aber ich bin einfach super happy nach meinem Sturz und Platz zwei in Fort William. Da war ich schon ein wenig angepisst“, gestand die YT-Riderin. Dabei war eigentlich klar, dass sie zumindest einmal in der Saison nicht als Siegerin vom Stockerln lachen würde. „Ich ziehe es jetzt schon vier Jahre mit, dass ich einmal pro Saison Zweite werde“, erzählt die Sportgymnasiastin. „Normalerweise war es immer das erste oder zweite Saisonrennen, das ich nicht gewonnen habe. Heuer bin ich dann schon drei Rennen gefahren die ich gewonnen habe und ich dachte eigentlich, dass das Thema erledigt wäre. Dann ist mir das in Fort William passiert. Aber das passt schon“, konnte sie ihr Missgeschick von vor einer Woche gelassen sehen.

Viel Selbstvertrauen gibt der Leogang-Sieg auch im Hinblick auf die Heim-WM 2020. Da wird Vali erstmals in der Elite-Klasse, quasi bei den „Großen“, an den Start gehen. „Dort ist eine Medaille auf jeden Fall das Ziel“, machte sie dann aus ihren Ambitionen aber keinen Hehl.

„Am Samstag haben mir auch nur ein paar Zehntel auf die Drittplatzierte gefehlt. Zudem habe ich ja schon im letzten Jahr bewiesen, dass ich den Speed habe um auch bei den Großen ganz vorne mitfahren zu können.“ Das bestätigte sich dann auch beim Damen-Finale. Hölls Zeit hätte dort sensastionell zu Rang drei hinter Siegerin Tracey Hannah (Aus) und der Deutschen Nina Hoffmann gereicht. Pech hatte Leogang-Rekordsiegerin Rachel Atherton: Die stürzte bereits im obersten Abschnitt und war danach chancenlos.

Im Finale der Junioren, für das sich kein Österreicher qualifizieren konnte, setzt sich der Franzose Thibault Daprela vor Kye A‘Hern (Aus) und Jamie Edmonson (Eng) durch.

Peter Weihs
Peter Weihs

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