25.08.2019 11:59 |

50 Euro pro Monat

SPÖ fordert nun auch höhere Pensionen für Frauen

Nach zahlreichen grünen Vorschlägen begibt sich die SPÖ im Wahlkampf nun auf bekannteres Terrain und setzt auf soziale Themen. Neben einem Mindestlohn in der Höhe von 1700 Euro plädiert Parteichefin Pamela Rendi-Wagner für mehr Pension für Frauen. Wer Kinder großgezogen hat, soll ein Plus von 50 Euro erhalten.

Die Ausgangslage ist geläufig: Frauen bekommen im Durchschnitt nur halb so viel Pension wie Männer. Das liegt an der schlechteren Bezahlung der Jobs, an dem hohen Anteil an Teilzeitarbeit sowie an den Beschäftigungspausen nach der Geburt der Kinder.

Bessere Anrechnung von Kindererziehungszeiten
Im Vorfeld des Pensionsgipfels am kommenden Mittwoch will die SPÖ das Ungleichgewicht nun schmälern: 750.000 Pensionistinnen sollen von einer verbesserten Anrechnung der Kindererziehungszeiten profitieren. Künftig sollen die Frauen 50 Euro pro Monat mehr bekommen. Gleichzeitig soll eine Kindergarten-Ausbauoffensive in ganz Österreich starten.

Kostenpunkt: Halbe Milliarde Euro pro Jahr
Die Kosten für die höhere Frauenpension beziffert die SPÖ mit 500 Millionen Euro pro Jahr. Woher das Geld kommen soll? Aus einem Topf der türkis-blauen Steuerreform - und zwar aus jenem für die Senkung der Körperschaftssteuer. Diese Maßnahme haben die Roten stets als Millionengeschenk an Großkonzerne bezeichnet, sie soll, so die SPÖ, fallen. Auch der geforderte Mindestlohn in der Höhe von 1700 € soll über Umschichtungen bei der Steuerreform finanziert werden.

Doris Vettermann, Kronen Zeitung

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