07.08.2019 13:59 |

Nach 100 Jahren

Römischer Tempel in Aguntum entdeckt?

Das wäre eine Sensation: Erstmals in der hundertjährigen Grabungsgeschichte ist in der einstigen Römerstadt Aguntum im Osttiroler Dölsach wahrscheinlich ein Tempel entdeckt worden. Das Grabungsteam der Uni Innsbruck fand nämlich eine große Steinstruktur in der Mitte des Forums

Fünf Meter breit, mindestens sechs Meter lang und einen Meter hoch soll die Entdeckung sein, wobei das Bauwerk in seiner ganzen Größe noch gar nicht ausgegraben wurde. Auch wann es errichtet wurde, sei bisher noch unklar. Das Team um den Archäologen Michael Tschurtschenthaler geht davon aus, dass es nach der Errichtung des Forumsplatzes um die Mitte des ersten Jahrhunderts entstand.

Grabungen im kommenden Jahr

Vermutet wird dies deshalb, weil es sich „exakt in der Mitte“ des Platzes befindet, hieß es. Bestehend aus einer Außenmauer, die im Inneren mit „ungeordneten Steinen“ gefüllt war, soll das Bauwerk außerdem von Säulen und Pfeilern umgeben gewesen sein. Sie haben die Steinsetzung begrenzt. Ausgrabungen im Jahr 2020 sollen noch offene Fragen klären.

Auch Funde im Handwerkerviertel

Seit Anfang Juli wird in Aguntum wieder gegraben, bis Mitte August sind die Archäologen am Werk. Neben dem Kultbau am Forumsplatz wurden außerdem Funde im Handwerkerviertel gemacht. Im Handwerkerviertel wurden etwa „Reliefsigillata“, also Keramikscherben gefunden, die verschiedene Szenen abbilden. Darunter beispielsweise „Philosophen“ unter Bäumen, die in Denkerpose abgebildet sind.

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