24.07.2019 07:32 |

Plank, Hegyi und Co.

Tokio 2020: Unsere 7 Hoffnungen auf Edelmetall!

Keine Medaille 2012 in London, nur einmal Bronze 2016 in Rio. In exakt einem Jahr werden die Olympischen Sommerspiele in Tokio eröffnet. Bei denen wollen Österreichs Sportler wieder an erfolgreichere Zeiten anknüpfen. Viele Medaillen darf man nicht erwarten, aber einige Chancen gibt es:

JUDO: Die Hoffnungen ruhen auf der neuen Generation. Stephan Hegyi holte bei den letzten beiden Europameisterschaften Bronze, Michaela Polleres ist Nummer fünf der Welt. Bei beiden kommen weltweit aber starke Kämpfer aus Japan und Brasilien dazu. Ein Vorteil ist, dass es pro Klasse gleich vier Medaillen gibt (zweimal Bronze).

KARATE: Bettina Plank ist ein ganz heißes Eisen. WM-Bronze 2018, EM-Silber 2019, bei den Europaspielen holte die Weltranglisten-Vierte mit einem Sieg über die klare Nummer eins Ozcelik Arapoglu Gold. Allerdings ist die Vorarlbergerin aktuell verletzt, pausiert noch zwei Monate. Zudem muss sie in Tokio statt in der Klasse bis 50 kg in der bis 55 kämpfen. Dennoch weiß sie: „Ich kann alle schlagen.“

KLETTERN: In einer weiteren neuen Sportart gibt es gar zwei riesige Medaillenhoffnungen. Jakob Schubert ist amtierender Weltmeister in der bei Olympia ausgetragenen Kombination, Jessica Pilz holte WM-Bronze. Heuer konnten sie allerdings noch nicht an diese Top-Leistungen anschließen.

LEICHTATHLETIK: Erst vier Medaillen holte Österreich in Olympias Kernsportart. Für 2020 gibt es drei Anwärter. Wobei Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger die besten Chancen hat. Er ist heuer nach Daniel Stahl und Fedrick Dacres Nummer 3 der Welt, Weltmeister Andrius Gudzius dürfte aber wieder erstarken. Im Siebenkampf haben Ivona Dadic und Verena Preiner Außenseiterchancen.

RINGEN: Wer eine Medaille bei der WM holt, kann das auch bei Olympia. Ringerin Martina Kuenz hat die letztjährige Bronzene Lust auf mehr gemacht. Auch der Aufstieg in die Klasse bis 76 kg klappte heuer mit EM-Bronze. Sie ist voll Selbstvertrauen: „Für mich zählt in Tokio nur Gold.“

RUDERN: 2016 war sie bereits Sechste. Seither hat sich Magdalena Lobnig verbessert. Beleg sind WM-Bronze 2017 und 2018. Ein Manko ist, dass die 29-Jährige nach wie vor keinen Vollzeit-Coach hat, aktuell mit Nationaltrainer Carsten Hassing arbeitet. „Das geht für heuer noch, muss sich aber nach der WM ändern.“

SEGELN: So stark wie noch in Rio ist die österreichische Flotte nicht mehr. Dort holten Thomas Zajac/Tanja Frank unsere einzige Medaille. Der routinierte Steuermann ist mit seiner neuen Vorschoterin Barbara Matz wohl auch in Tokio die größte Hoffnung. Auch andere Boote haben Potenzial.

Gernot Bachler, Kronen Zeitung

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