25.07.2019 16:49 |

Vorspeisen

Wo liegt der Unterschied?

Amuse-Geule, Antipasti oder Tapas sind alles Vorspeisen. Doch sie unterscheidet mehr als nur ihr Herkunftsland.

Jeder der schon einmal in Italien, Frankreich oder Spanien war, hat ist mit diesen Speisen bestimmt schon in Berührung gekommen. So unterschiedlich sie jedoch sind, haben sie doch alle eines gemeinsam: Ein gutes Glas Wein, darf immer sein.

Amuse-Geule

Auf Deutsch übersetzt bedeutet es „Gaumenfreude“. Das Interessante an dem Französischen Gang ist, dass es weder bestellt wird, also weiß man nicht was man bekommt, und dass es zumeist in einem Happen verspeist werden kann. Es soll also auf das nachfolgende Menü vorbereiten ohne satt zu machen. Ein Amuse-Geule, auch Amuse-Bouche genannt ist oft sehr experimentell, wie ein salziges Pastramisorbet in einer Mini-Waffel.

Auf kleinen Löffeln angerichtet, machen sich auch gebratene Jakobsmuscheln mit einer kleinen Scheibe Speck auf Vogerlsalat sehr gut.

Antipasti

Ein italienisches Antipasto ist mehr mit einer kalten Vorspeise, als mit einem Appetit-Häppchen zu vergleichen. Gegrillte, in Öl eingelegte Gemüse, Wurstplatten und mit Frischkäse gefüllte Kirschpaprika, sind die berühmtesten Vertreter. Antipasti werden im Gegensatz zu einem Amuse-Geule als eigenständigen Gang gesehen. Daher fallen diese schon etwas größer aus und werden auf Tellern oder Platten serviert. Bruscetta sind etwas dazwischen. Sie zählen zwar zu der Familie der Antipasti, passen aber ebenso gut als Aperitif.

Etwas frisches Weißbrot aufschneiden und im vorgeheizten Ofen ein paar Minuten knusprig backen. Anschließend mit etwas Frischkäse bestreichen und getrocknete Paradeiser darauf drapieren. Etwas Feta drüberstreuen und mit frischem Basilikum garniert servieren.

Tapas

Laue Sommernächte im mediterranen Spanien verlangen nach einem gut gefüllten Glas Mencía aus Galicien. Bestellt man dort ein Glas, ist es fast schon obligatorisch, dass man dazu noch Tapas serviert bekommt. Wie genau die Tapas entstanden ist, dabei ist man sich bis heute nicht einig. Es gibt Legenden über einen Windstoß der ein Blatt Schinken auf ein Weinglas geweht haben soll, oder auch von einer Krankheit des Königs, wegen der er nur noch Alkohol im Zusammenhang mit kleinen Häppchen zu sich nehmen durfte. Am plausibelsten klingt aber die Geschichte, dass Bauern untertags früher Alkohol tranken und kleine Speisen verzehrten, um länger am Feld durchzuhalten. Heutzutage können Tapas von eingelegten Oliven bis hin zu Pimientos de Padron alles sein.

Das besondere an diesen frittierten Paprikaschoten ist die Sorte. Es müssen unbedingt diese aus Spanien stammenden Schoten sein. Denn der Witz an dem Ganzen ist, dass man nie genau weiß, wie scharf der Paprika ist. Die eine kann fast schon geschmacksneutral sein, während die Nächste mit feuriger Schärfe prahlt. Für die Zubereitung einfach die Pimentos de Padron in heißem Öl ein paar Minuten bruzeln. Danach mit etwas Küchenpapier das überschüssige Fett abtupfen und mit etwas groben Meersalz bestreut genießen.

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