Dem Plan zufolge sollen zwei getrennte Verträge für Serie-A- und B-Spieler eingeführt werden. Neben einem Grundgehalt sind Prämien für erreichte Ziele und Gehaltskürzungen für den Abstieg des Klubs oder für verfehlte Mindestziele vorgesehen.
"Die Lage muss sich endlich ändern. Die Fußballer haben zu viele Privilegien und wenig Pflichten. Die Klubs müssen zahlen, auch wenn die Vereine wegen der schlechten Leistungen der Spieler absteigen müssen und die Spieler sich nicht als Profis verhalten", kommentierte Lazio-Boss Claudio Lotito nach Angaben der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" am Samstag.
Auch Juve will sich dem neuen Trend anpassen. Aus Verärgerung über die enttäuschenden Leistungen von Italiens Fußball-Rekordmeister hat Klubpräsident Jean-Claude Blanc dieser Tage seinen Spielern mit der Aussetzung der Gehaltszahlung gedroht. Eine Zahlung soll erst erfolgen, wenn die Mannschaft wieder einen Sieg landet. "Unsere Aufgabe ist, die Gehälter zu zahlen, eure Pflicht ist, gut zu spielen", sagte der Präsident den Spielern.
Juve nach neuerlicher Niederlage im Visier seiner Fans
Nach der Niederlage im "Italien-Derby" gegen Fußball-Meister Inter Mailand (0:2) am Freitagabend (siehe Infobox) hatte Juventus erneut die Wut der eigenen Fans zu spüren bekommen. Wütende Tifosi buhten die Spieler aus, die das Mailänder San Siro-Stadion nach der Pleite verließen.
Zuvor hatten empörte Fans vor dem Liga-Sitz in Mailand demonstriert, in dem Blanc an einem Treffen mit Liga-Präsident Maurizio Beretta teilnahm. "Wir wollen das Geld für unsere Dauerkarten zurück", skandierten die Demonstranten, die den Rücktritt des gesamten Juve-Managements verlangten.
Schon vor dem Spiel gegen Inter war die Juve-Mannschaft am Donnerstagabend in Mailand von einer radikalen Gruppe eigener Fans angegriffen worden. Bei der Ankunft im Trainingslager in Pieve Emanuele bei Mailand bewarfen rund 40 Juve-Anhänger den Team-Bus mit Rauchbomben und Eiern.
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