01.07.2019 11:40 |

Neue Möglichkeiten

Forscher entwickeln VR-Stresstraining für Polizei

Neue Möglichkeiten zum Training von Extremsituationen in virtueller Umgebung für Polizisten wollen Wissenschaftler in dem von Österreich aus geleiteten Forschungsprojekt „SHOTPROS“ entwickeln. Das soll den Gesetzeshütern dabei helfen, sich in Stresssituationen besser zu verhalten, teilte das Austrian Institute of Technology (AIT) mit.

Im Zentrum des Vorhabens, an dem mit der Wiener Firma Usecon als Koordinator und dem AIT zwei heimische Institutionen beteiligt sind, stehen „Entscheidungs - und Handlungsprozesse“ von europäischen Polizeibeamten in Stress- und Hochrisikosituationen. Neben weiteren Forschungseinrichtungen und Unternehmen sind auch sechs polizeiliche Behörden aus Deutschland, Schweden, den Niederlanden, Rumänien und Belgien mit an Bord, insgesamt sind 13 europäische Partner an dem bis 2022 laufenden Projekt beteiligt.

Streifenpolizisten würden immer häufiger zu sogenannten „First Respondern“ - also jenen, die beispielsweise bei Schusswaffenangriffen, Amokläufen oder Terroranschlägen als erste eingreifen. Um in diesen außergewöhnlichen Stress- und Leistungssituationen die richtigen Entscheidungen zu treffen, brauche es Möglichkeiten zum Üben. Im Rahmen von „SHOTPROS“ werde daher ein Trainingsprogramm und eine Virtual-Reality-Lösung entwickelt, die je nach Situation individuell angepasst werden können.

Stress-Situationen trainieren
„Die VR Technologie eröffnet uns Möglichkeiten, Stress-Situationen zu trainieren, die in realen Umgebungen aus sicherheitstechnischer Perspektive so nicht umsetzbar wären, und stellt deshalb eine sinnvolle Ergänzung zu existierenden Trainingsmöglichkeiten dar“, so Sebastian Egger-Lampl vom Center for Technology Experience des AIT. Während herkömmliche polizeiliche Trainings etwa auf schnelleres Laufen oder besseres Zielen beim Gebrauch der Waffe abzielten, handle es sich hier um „ein innovatives Ausbildungskonzept mit dem klaren Ziel, die polizeiliche Handlungsqualität zu verbessern, den Einsatz von Gewaltanwendung zu minimieren und Eskalationen sowie Kollateralschäden zu vermeiden“, so Projektkoordinator Markus Murtinger vom Design- und Beratungsunternehmen Usecon.

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