29.06.2019 08:56 |

Am heißesten Tag

Polizei sprühte Tränengas auf Klimaaktivisten

Ausgerechnet am heißesten Tag der französischen Messgeschichte haben Polizisten bei einer Klima-Demo in Paris friedlich am Boden sitzende Protestierende mit Tränengas besprüht. Das kreidet die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg an. Die Ikone der „Fridays for Future“-Bewegung teilte ein Video der fragwürdigen Polizeiaktion auf ihrem Facebook-Profil.

Die Szenen stammen aus der französischen Hauptstadt, wo am Freitag eine Demonstration für mehr Klimaschutz stattfand. Die Demonstranten im Video - sie sollen der rebellischen französischen Klimaaktivistengruppe „Extinction Rebellion“ angehören - wollten mit der Sitzblockade auf einer Brücke über die Seine unweit der Kathedrale Notre Dame auf ihre Anliegen hinweisen. Beim Auflösen der Sitzblockade setzte die Polizei das Tränengas ein.

Thunberg: „Fragen Sie sich, wer Sie wirklich vertritt“
Auf Facebook kreidet Klimaaktivistin Thunberg das Vorgehen der Beamten an. „Heute wurden friedliche französische Klimaaktivisten und streikende Schüler mit Tränengas besprüht. Am gleichen Tag hatte es 45,9 Grad in Frankreich - im Juni! Damit hat man den alten Rekord von 44,1 Grad gebrochen, der im August 2003 aufgestellt wurde. Das ist nicht ‚das neue Normal‘, es ist der Anfang des Klimazusammenbruchs und des Klimanotfalls. Fragen Sie sich, wer Sie wirklich vertritt“, schrieb Thunberg unter das Video.

Auf Twitter kursieren weitere Aufnahmen des Polizeieinsatzes:

„Wem dienen die? Sicher nicht dem Volk!“
Auf Facebook und Twitter hagelt es nach der Aktion Kritik an der französischen Polizei. „Wen schützen die? Und wem dienen die? Sicher nicht dem Volk!“, schreibt eine Facebook-Nutzerin unter Thunbergs Beitrag. Eine andere: „Was ist los mit diesen Polizisten? Das macht doch überhaupt keinen Sinn, alles ist friedlich und trotzdem werden diese unschuldigen Leute tyrannisiert. Gute Arbeit, weiter so Greta!“

Macron hatte mehr Engagement für Klimaschutz angekündigt
Tatsächlich hatte sich Präsident Emmanuel Macron zuletzt vermehrt für den Klimaschutz starkgemacht und angekündigt, man werde sich beim G20-Gipfel im japanischen Osaka für Maßnahmen gegen die globale Erwärmung stark machen. Dass derweil in Paris Klimademonstranten mit Tränengas besprüht werden, passt nicht nur für viele Franzosen nicht ins Bild …

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