11.06.2019 13:52 |

Mehrfach gesperrt

Anstößige Bilder: Facebook zensiert Aktmaler

Für Künstler ist Facebook an sich eine gute zusätzliche Werbefläche. Wäre da nicht die strenge Zensur, die seitens des Internetgiganten betrieben wird. Der heimische Zeichner John Wieser wurde etwa für seine stilvollen und täuschend echten Bleistift-Akte bereits mehrfach gesperrt, seine Profile lahmgelegt.

Bisher war es für John Wieser kein Problem, mit nackter Haut zu arbeiten. Seine Graphit-Zeichnungen stellte er auf fast allen Kontinenten aus, zu 3000 Künstlern weltweit hatte er bis vor Kurzem über seine Facebook-Seite Kontakt. Bis der Internetgigant begann, ihn wegen seiner Akte zu sperren.

Teils mehrere Monate lang hatte er keinen Zugriff auf sein Profil. Also wurde er gezwungen, mit dem Namen Johann Wieser ein Neues zu erstellen. Die Folgen: Mit einer Verlinkung auf seine Homepage wird die Seite - oft ganz schnell - erneut gesperrt.

Laut Wieser sei ärgerlich, dass sich Facebook nicht an eigene Richtlinien halte. Demnach sollten Künstler von Zensur, nicht zu viel nackte Haut zu zeigen, ausgenommen sein. Eigentlich, denn für ihn gilt das nicht. Er sagt: „Wer meine Kunst nicht mag, muss sie ja nicht anschauen“, und hofft auf Einlenken.Bis dahin versieht der Künstler die Zeichnungen vorsorglich mit den Buchstaben F und B bei den „bedenklichen“ Stellen.

Stefan Steinkogler, Kronen Zeitung

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