11.06.2019 06:00 |

Bildungsdirektor warnt

Schwänzen vor Schulschluss: „Keinerlei Toleranz“

In zweieinhalb Wochen beginnen in Wien die Schulferien. Doch in so manchen Klassenzimmern lichten sich bereits einige Tage vorher die Reihen. Der Grund: Um billigere Tickets zu erhalten, fliegen einige Familien bereits vor dem Schulschluss in den Urlaub. Wiens Bildungsdirektor Heinrich Himmer warnt vor diesem „Schwänzen“: „Wer zur Schule geht, der muss auch hinkommen. Das gilt für das gesamte Schuljahr. Ausnahmslos. Wir akzeptieren keinerlei Urlaubsverlängerungen - etwa weil Flugtickets günstiger sind.“

Heuer kommt hinzu, dass es wegen des Feiertags zu Fronleichnam noch ein verlängertes Wochenende in der vorletzten Juniwoche gibt. Manche Eltern könnten also versucht sein, gleich die letzte Schulwoche dranzuhängen.

„Schulpflicht gilt uneingeschränkt bis zum Ferienbeginn“
Die Bildungsdirektion weist deshalb darauf hin, dass die Schulpflicht uneingeschränkt bis zum Ferienbeginn gilt. Auch wenn manche Eltern als Begründung relativ ungeniert billigere Flugtickets ins Treffen führen oder sich einfach einen möglichen Stau auf den Hauptreiserouten ersparen wollen. „Das stellt keinen Entschuldigungsgrund dar, und wir kennen da keinerlei Toleranz“, erklärt Wiens Bildungsdirektor Heinrich Himmer.

Keine Kontrollen auf dem Flughafen geplant
Aufregung gab es bei diesem Thema im Vorjahr in Bayern, als vor den Pfingstferien vermehrt Familien mit schulpflichtigen Kindern auf Flughäfen kontrolliert wurden. In einigen Fällen kam es danach zu Anzeigen. „In Wien ist das vorerst noch kein Thema“, heißt es dazu aus dem Stadtschulrat.

Philipp Wagner, Kronen Zeitung

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