Nun debattieren die EU-Granden also darüber, ob sie Truppen nach Grönland verlegen sollen. Als demonstrativen Akt des europäischen Widerstands gegen die Ambitionen des US-Präsidenten Donald Trump und dessen geopolitische Annexionspläne.
EINERSEITS sind derlei Gedankenspiele wohl genauso absurd wie jene Überlegungen Trumps, die auch einen militärischen US-Angriff auf die große Arktis-Insel als möglich bezeichneten. Eine wirkliche Konfrontation mit Waffengewalt zwischen europäischen NATO-Truppen und amerikanischen NATO-Truppen wäre vielleicht der Wunschtraum von Kreml-Chef Putin. In der Realität aber wird es einen solchen sicherlich niemals geben.
ANDERERSEITS offenbart sich so ein großes Zukunftsproblem, das auch unser neutrales Österreich als EU-Mitglied betrifft: Die Planungen für eine künftige EU-Armee werden angesichts der Distanzierung der USA von Brüssel und der geradezu heraufbeschworenen Bedrohung durch Putins Russland immer konkreter. Auch im Kreise unserer gegenwärtigen Bundesregierung scheint man immer stärker in diese Richtung zu denken.
Das würde dann ja tatsächlich bedeuten, dass unsere jungen Wehrdienstleistenden – der jüngste Sohn des Kolumnisten ist gerade als Einjährigfreiwilliger beim Bundesheer – im Rahmen einer EU-Einsatztruppe in fernen Weltgegenden, womöglich eben auch in der Arktis, kämpfen müssten. Und das wäre mit unserer Neutralität sicher nicht vereinbar.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.