Darts-Profi Dom Taylor ist nach seinem positiven Dopingtest bei der Weltmeisterschaft in London für sechs Monate gesperrt worden. Das gab die Darts Regulation Authority (DRA) im Anschluss an die Verhandlung offiziell bekannt.
Der Engländer hatte am 14. Dezember im Alexandra Palace ein Traum-Debüt gefeiert und den Schweden Oskar Lukasiak klar mit 3:0 besiegt. Danach kam jedoch der Schock: Eine Dopingprobe fiel positiv aus. Taylor durfte nicht mehr antreten.
Preisgeld weg, Tourcard weg
Wie die Darts Regulation Authority mitteilte, verliert Taylor nicht nur sein Preisgeld in Höhe von 25.000 Pfund, sondern auch seine Tourcard. Zudem muss er die Verfahrenskosten tragen und rutscht in der Weltrangliste deutlich ab.
In der Begründung hieß es: „Unter Berücksichtigung aller verfügbaren Beweise war das Komitee davon überzeugt, dass die Einnahme von Kokain und Cannabis durch Herrn Taylor außerhalb des Wettkampfs und nicht nach Beginn der Weltmeisterschaft erfolgte.“
Wiederholungstäter
Erschwerend kommt hinzu: Es ist nicht Taylors erster Verstoß. Bereits im Herbst 2024 hatte der 27-Jährige eine positive Probe abgegeben, weshalb er seine WM-Premiere damals verschieben musste. Weil er nachweisen konnte, kein Mittel während eines Wettkampfs eingenommen zu haben, blieb es damals bei einer einmonatigen Sperre. Da Taylor nun jedoch zum zweiten Mal gegen die Anti-Doping-Regeln verstieß, griff Artikel 10.9 der UKAD-Bestimmungen, mit der Folge einer halbjährigen Sperre.
Taylor verweist auf Schicksalsschläge
Kurz vor Weihnachten meldete sich Taylor selbst zu Wort. Er sprach offen über schwere private Belastungen, familiäre Schicksalsschläge und zwei Phasen von Dartitis in jungen Jahren. Besonders der Tod eines seiner Kinder und der Jahrestag dieses Verlustes hätten seine psychische Gesundheit massiv beeinträchtigt. In dieser Zeit habe er erneut zu verbotenen Substanzen gegriffen.
Für Taylor ist der Absturz bitter: Vom gefeierten WM-Debütanten zum gesperrten Profi – und das innerhalb weniger Tage.
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