Tödliche Kälte in Wien

Obdachlose erfroren: Caritas mit dringendem Appell

Wien
15.01.2026 09:47
Porträt von krone.at
Von krone.at

In den vergangenen Tagen forderte die eisige Kälte zwei Todesopfer in Wien. Die zwei obdachlosen Männer wurden von Streetwork-Teams der Caritas Wien gefunden – ein Mann starb nach einem Fund in Floridsdorf im Krankenhaus, ein weiterer wurde tot in einem Park in Favoriten entdeckt.

„Wir sind sehr betroffen und traurig“, schrieb Caritas-Wien-Direktor Klaus Schwertner auf Facebook. Dass zuletzt Menschen auf der Straße erfroren sind, „ist einige Jahre her“, sagte Schwertner. Er verwies auf das Kältetelefon.

Rund 350 Anrufe pro Tag
Dieses verzeichnete zuletzt rund 350 Anrufe pro Tag. Allein 8000 Anrufe habe es in Wien in diesem Winter bereits gegeben. Dadurch „konnten wir gemeinsam mit euch, Rettung und Polizei, Dutzende obdachlose Menschen in den letzten drei Wochen vor dem Kältetod retten“, schrieb der Caritas-Direktor auf Facebook. Er appellierte, das Kältetelefon weiterhin zu nutzen. Bei medizinischen Notfällen ist die Rettung unter 144 erreichbar.

Hinweise können Leben retten
„In mehr als einem Dutzend Fällen haben wir buchstäblich in letzter Minute dank Hinweisen über das Kältetelefon“ Obdachlose noch rechtzeitig gefunden und ins Krankenhaus einliefern lassen, „teilweise mit einer Körpertemperatur von 34 Grad“, sagte Schwertner.

Kältetelefon in Österreich

  • Caritas Wien: Kältetelefon: 01/4804-553
    29. Oktober bis 29. April
  • Caritas Burgenland: Kältetelefon: 0676/8373-0322
    1. Nov. – 31. März
  • Caritas Steiermark: Kältetelefon: 0676/880-58111
    11. Nov. – 31. März
  • Caritas Kärnten: Kältetelefon: 0463/3960-60
    1. Nov. – 31. März
  • Caritas Salzburg: Kältetelefon: 0676/8482-10651
    1. Nov. – 31. März
  • Tiroler Soziale Dienste: Kältetelefon: 0512/2144-7
    1. Nov. – 30. Apr.
  • Caritas Vorarlberg: Caritas Center: 05522/200-1700
  • Sozialverein OÖ: Kältetelefon: 0732/7767-67560
    1. Nov. – 31. März

 

Sie konnten stabilisiert werden. „In mehreren 100 Fällen haben wir Menschen in Notquartiere vermitteln können“, sagte der Caritas-Direktor.

Genug Schlafplätze vorhanden
Er betonte, dass es genug Schlafplätze gibt, zuletzt wurden sie nochmals aufgestockt. „Es wird alles unternommen, dass niemand abgewiesen werden muss.“ Doch es gebe auch Gründe, warum Menschen draußen schlafen, etwa psychische Erkrankungen, schlechte Erfahrungen oder weil sie es schwer aushalten, mit so vielen anderen Personen in einem Raum zu schlafen.

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