09.06.2019 14:07 |

Partei im Umfragehoch

58% der Deutschen wollen Grüne in Bundesregierung

Eine Mehrheit der deutschen Bürger wünscht sich eine Regierungsbeteiligung der Grünen im Bund. In einer neuen gaben 58 Prozent der Befragten an, sie möchten, dass die Partei an der nächsten Bundesregierung beteiligt ist, 31 Prozent lehnten das ab. Dabei gaben allerdings nur 28 Prozent der Befragten an, dass sie eine von den Grünen angeführte Bundesregierung wollen.

In einem möglichen Kanzlerduell zwischen Grünen-Chef Robert Habeck und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hätte derzeit Habeck die Nase vorn: In der von Emnid erhobenen Umfrage gaben 40 Prozent an, sie würden sich in dem Fall für den Grünen-Chef entscheiden, die CDU-Chefin käme auf 36 Prozent, 24 Prozent machten keine Angabe dazu. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich unlängst sogar 46 Prozent für einen grünen Kanzlerkandidaten aus.

Sonntagsfrage: Grüne gleichauf mit der Union
In der Sonntagsfrage für die „Bild am Sonntag“ legten die Grünen im Vergleich zur Vorwoche sieben Punkte zu und kamen auf 27 Prozent. Damit lagen sie gleichauf mit der Union, die einen Punkt einbüßte. Die SPD kam auf zwölf Prozent (minus vier Punkte), die AfD kam ebenfalls auf zwölf Prozent (minus einen Punkt). Die Linke verschlechterte sich um einen Punkt auf sieben Prozent, die FDP stand unverändert bei acht Prozent.

Das Forschungsinstitut Emnid erhebt den Sonntagstrend wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ und befragte dazu vom 29. Mai bis zum 5. Juni 1903 Menschen. Zur Regierungsbeteiligung der Grünen wurden am 6. Juni 502 Bürger befragt. In verschiedenen Umfragen waren die Grünen zuletzt an der Union vorbeigezogen. Demnach führte die Europawahl zu massiven Veränderungen in der politischen Stimmung.

Rekordergebnis für die Grünen bei EU-Wahl
Die Grünen hatten bei der Europawahl mit 20,5 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis bei einer bundesweiten Wahl eingefahren. In den ersten Umfragen zur Bundestagswahl nach diesem Erfolg landeten sie teilweise sogar auf Platz eins vor der Union. Die Klimapolitik war ein zentrales Thema im Wahlkampf zur Europawahl. Die SPD sackte bei der Europawahl dagegen auf den historischen Tiefststand von 15,8 Prozent ab.

Offenbar mehr als nur ein Umfrage-Hype
Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann geht davon aus, dass seine Partei mehr als nur einen vorübergehenden Umfrage-Hype erlebe. Bei Fragen von Klima- und Artenschutz, die viele Menschen umtreibe, seien die Grünen „die erste Adresse. Es ist also durchaus möglich, dass meine Bundespartei dauerhaft mehr Zuspruch bekommt“, sagte Kretschmann. Auch große Unternehmen seien „längst auf grünem Kurs. Bosch, Daimler, Siemens, Porsche und viele mehr streben inzwischen Klimaneutralität an. Nur mit grünen Produktlinien bleibt unsere Wirtschaft international wettbewerbsfähig. Deshalb sind die Grünen die neue Wirtschaftspartei“.

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