26.05.2019 14:06 |

Aus Lawine gerettet

„Niemand ist stärker als die Natur!“

Den 7. Mai 2019 wird Alexander Aschbacher wohl nie vergessen. Der Maltataler war auf Skiern allein auf dem Mölltaler Gletscher unterwegs, als er plötzlich von einer Lawine verschüttet wurde. Der Skilehrer überlebte wie durch ein Wunder. Im Gespräch mit der „Krone“ erinnert sich der 24-Jährige an die dramatischen Augenblicke.

„Es ging alles so schnell. Mir blieb die Luft weg, in meinem Hals steckte Schnee. Und es war stockfinster“, erzählt Aschbacher. Er habe versucht zu schreien und sich zu befreien. Doch das habe alles noch schlimmer gemacht. „Ich sank immer tiefer ein und geriet immer mehr in Panik.“ Festgepresst wie in einem Gipsbett, lag er begraben im Schnee. „Mein Glück war es, dass eine Hand aus der Lawine ragte. Ich wollte mich damit befreien, war aber chancenlos.“

Als der verzweifelte Oberkärntner mit seinem Leben schon abgeschlossen hatte, wurde er plötzlich an der Hand gepackt und aus den Schneemassen gezogen. „Ich habe vor Glück geweint und wollte mich bei dem Mann bedanken, aber da war er auch schon weg. Ich weiß von ihm nur, dass er englisch gesprochen hat“, schildert Alex die dramatischen Augenblicke. Seither hat er von seinem Schutzengel nichts mehr gehört.

Stärke der Natur
Der Maltataler ist sich bewusst, dass er einen Fehler gemacht hat. „Ich habe mich selbst in Gefahr gebracht und mit meinem Leben gespielt. Ich weiß nicht, was da in mir vorging.“ Er hat die Lawine selbst ausgelöst, weil er sich immer weiter ins freie Gelände gewagt hatte. „Ich wusste, dass ich mich an gefährlichen Stellen befinde“, so der Skilehrer: „Erst wenn man selbst zum Opfer wird, beginnt man richtig nachzudenken.“ Der Reiz, etwas auszuprobieren, sei in diesem Fall stärker gewesen als der Verstand. „Niemand ist stärker als die Natur!“

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Elisa Aschbacher
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