19.05.2019 18:26 |

Eishockey-WM

Nach 0:8-Debakel geht´s jetzt ums Überleben!

Im vorletzten Auftritt bei der Eishockey-A-WM in Bratislava kassierte Österreich die nächste Abfuhr: Gegen die frenetisch unterstützten Tschechen hielt das ersatzgeschwächte Team von Roger Bader nur 20 Minuten lang dagegen, ging letztlich 0:8 unter. Im Hinterkopf hatte jeder Cracks schon die Partie am Montag: Wenn es ab 20.15 Uhr im direkten Duell mit den ebenfalls punktelosen Italienern um den Klassenerhalt geht!

Einen Tag vor dem alles entscheidenden Abstiegs-Krimi gegen Italien vermied Österreichs Teamchef Roger Bader jegliches Risiko: Die angeschlagenen Michi Raffl, Komarek, Schneider und Heinrich (der Salzburg-Verteidigger verletzte sich beim Aufwärmen) wurden geschont, Österreich bot somit nur sechs Verteidiger und elf Stürmer auf. Die Rumpftruppe verkaufte sich gegen Tschechien in den ersten 20 Minuten gut. Mit den Toren von Faksa (7.) und Kubalik (15.) schoss der haushohe Favorit zwar einen 2:0-Vorsprung heraus, der Gegner hielt aber tapfer dagegen.

Kein Kapital
Das Bemerkenswerte: Die Tschechen kassierten im ersten Abschnitt gleich vier 2-Minuten-Strafen, Österreich keine einzige! Das Bittere: Das Bader-Team schlug aus den Überzahl-Spielen kein Kapital, fand sogar 95 Sekunden lang eine 5:3-Überzahl vor: Ein Torschuss von Zwerger, den Goalie Francouz spektakulär parierte (19.), blieb die einzige Ausbeute. Mit bloß fünf Torschüssen (gar nur einer in den ersten 14 Minuten) untermauerten Peter Schneider und Co. trotz viel Präsenz in der gegnerischen Zone einmal mehr ihre offensive Harmlosigkeit.

Lukas Herzog, der erstmals bei dieser WM Österreichs Tor hütete, zeichnete sich vor 9072 Zuschauern im Duell mit dem allein auf ihn zustürmenden Zohorna spektakulär aus, fing dessen Backhand-Schuss mit der Fanghand ab (12.). Ab dem zweiten Abschnitt ging es bergab, legten die Tschechen fulminant los: Simon erhöhte nach nur 41 Sekunden und einer blitzschnellen Angriffs-Aktion auf 3:0. Bei einem weiteren Solo-Lauf von Simon verhinderte Herzog den vierten Gegentreffer (25.).

Schussverhältnis 21:4
Österreich konnte zwei weitere Powerplays nicht nutzen, ehe Rauchenwald und Hundertpfund binnen 25 Sekunden jeweils zwei Minuten kassierten: Repik staubte im 5:3-Powerlay zum 4:0 ab. Da Peter nun auch auf die Strafbank musste, blieben die Tschechen mit zwei Mann mehr auf dem Eis: Frolik erhöhte auf 5:0 (31.), sein Team schlug somit binnen 41 Sekunden zweimal zu. Das Schuss-Verhältnis im zweiten Abschnitt betrug 21:4 und sagte alles, Haudum ließ eine der wenigen guten Chancen für Österreich ungenützt (37.).

Die nächsten Defensivschnitzer nutzte Tschechien zu Beginn des Schlussdrittels binnen 3:35 Minuten zu gleich drei Treffern: Repik zog allein auf Herzog, machte mit einem Schlenzer ins Kreuzeck das halbe Dutzend voll (43.). Kolar (45.) und Vrana (46.) erhöhten mit ihren Treffern auf 8:0. Das Ehrentor wollte Östereich nicht mehr gelingen, heute geht es um Alles oder Nichts, die Rechnung ist einfach: Der Sieger des Duells zwischen Österreich und Italien (Beginn 20.15 Uhr) qualifiziert sich für die nächstjährige A-WM in der Schweiz, der Verlierer muss absteigen. Am Papier ist Österreich Favorit, das Selbstvertrauen nach sechs Pleiten in Folge aber sehr angeknackst.

Tschechien - Österreich 8:0 (2:0, 3:0, 3:0)
A-WM in Bratislava, Gruppe B

Tore: Repik (31./PP2, 43.), Faksa (7.), Kubalik (15.), Simon (21.), Frolik (31./PP2), Kolar (45.), Vrana (46.).

Österreich: Herzog; Pallestrang, Schlacher; Unterweger, Schumnig; Strong, Peter; T. Raffl, Herburger, Haudum; Hofer, Rauchenwald, Zwerger; Ganahl, Baumgartner, Hundertfpund; Obrist, Cijan.

Christian Reichel, Kronen Zeitung

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