So, 26. Mai 2019
02.05.2019 12:00

Schröcksnadel verrät:

Die Super-Kombi steht vor der Neuerfindung

Viele dachten, dass der Bewerb bei der Weltmeisterschaft in Åre den letzten Auftritt haben könnte: Irrtum! Ski-Boss Peter Schröcksnadel verriet der „Krone“, wie es mit der Disziplin wirklich weitergehen könnte. Es soll im Weltcup weiterhin City-Events, Parallelrennen und Kombination geben. Letztere steht vor einer Neuerfindung. Im Vorschlag von Schröcksnadel, den er Ende Mai bei der FIS-Sitzung in Dubrovnik einbringen will, wird zuerst der Slalom gefahren und dann nach nur kurzer Pause Abfahrt oder Super-G. Das ausführliche Interview von Max Mahdalik mit dem ÖSV-Präsidenten sehen und hören Sie oben im Video.

Bei der WM in Åre drohte der in Urzeiten als Königsdisziplin des Skirennsports bezeichnete Bewerb zum Auslaufmodell zu werden. Jetzt dürfte die Alpine Kombination vor einer Rundum-Erneuerung stehen!

Das deutete Ski-Präsident Peter Schröcksnadel bei seinem Besuch in der „Krone“ an. Der Plan des 77-Jährigen, der dabei ein gewichtiges Wort mitzureden haben dürfte: „Mein Vorschlag ist eine attraktive, fairere Form der Super-Kombi. Wo zuerst der Slalom gefahren wird. Und dann, nach nur einer kurzen Pause von maximal eineinhalb Stunden ein reduziertes Starterfeld Abfahrt oder Super-G bestreitet.“ Dadurch sollen Speed-Spezialisten bessere Gewinnchancen erhalten. „Mit Startnummer 30 im Slalom hast du als Abfahrer bei der derzeitigen Form kein Leiberl.“

Zudem soll die Neugestaltung verhindern, dass Läufer die Abfahrt als zusätzliches Training nutzen und dann im Slalom nicht starten, wie es öfters vorgekommen ist.

Ende Mai will Schröcksnadel sein Konzept bei der FIS-Sitzung in Dubrovnik präsentieren. Sollte es Anklang finden, dürfte zumindest eine Station für die neue Super-Kombination schon feststehen - und zwar beim Herren-Weltcup im oberösterreichischen Hinterstoder am 1. März 2020: „Wir können sie dort statt des bisher üblichen Riesentorlaufs austragen!“

Im ersten Jahr möchte der Ski-Boss zwei Super-Kombis neu in den Terminplan bringen. Im zweiten Jahr dann bereits vier Stationen im Saisonkalender sehen. Apropos Rennkalender: Schröcksnadel, der am Freitag in seine zweite Heimat Kanada fliegt, wird beim Weltverband auch diesbezüglich Ideen vortragen.

Rennkalender lockern
Der Tiroler kämpft um eine Entflechtung der dicht gedrängten Termine, um die Sportler zu entlasten: „Ideal wäre es, abgesehen von den Klassikern, immer am Dienstag und am Mittwoch bei Flutlicht die Technikbewerbe auszutragen. Jeweils zu einer fixen Startzeit am Abend. Und alle Speedbewerbe tagsüber an den Wochenenden.“

Was für das Publikum Vorteile hätte: „Es bringt eine klare Struktur! Im Fußball weiß ja auch jeder, dass dienstags und mittwochs um 20.45 Uhr die Champions League steigt.“

Anja Richter, Kronen Zeitung

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