Di, 23. April 2019
17.04.2019 12:46

Göttliche Eingebung

Foxconn-Chef Gou will Taiwans Präsident werden

Foxconn-Chef Terry Gou will bei den Präsidentenwahlen in Taiwan kommendes Jahr für die chinafreundliche Oppositionspartei Kuomintang (KMT) ins Rennen gehen. Er folge den Anweisungen der Meeresgöttin Mazu, die ihm aufgetragen habe, „Gutes für unsere leidenden Menschen zu tun, der Jugend Hoffnung zu geben, zum Frieden in der Taiwanstraße beizutragen“, so der Milliardär im Ciyou-Tempel in Neu-Taipeh.

Gou betonte jedoch, er habe noch nicht offiziell seine Absicht erklärt, bei den für Jänner geplanten Wahlen anzutreten. Ein Sprecher der KMT erklärte unterdessen, Gou werde am Mittwoch ins Parteibüro kommen. Dort werde ihm der Vorsitzende Wu Den-yih eine Urkunde überreichen, um zu zeigen, dass er ein Ehrenmitglied der Partei sei.

Parteiangaben zufolge ist der 69-Jährige seit mehr als 50 Jahren KMT-Mitglied. Die KMT ist gegen die Unabhängigkeit Taiwans und setzt sich für engere Beziehungen zu China ein. Die Volksrepublik betrachtet Taiwan nach dem Ein-China-Prinzip als Teil des Landes. Taiwan hingegen hat sich 1949 von der Regierung auf dem Festland losgesagt.

Beziehungen zwischen Peking und Taipeh schlecht
Die Beziehungen zwischen China und Taiwan haben sich verschlechtert, seit Präsident Tsai Ing-wen von der DPP im Jahr 2016 die Macht übernommen hat. Die Spannungen nahmen zuletzt wieder zu, als chinesische Bomber und Kriegsschiffe Bohrungen auf der ganzen Insel durchführten. „Ohne Frieden gibt es keine Sicherheit ... Ohne die Wirtschaft gibt es keine Zukunft. Wir müssen über die Zukunft der Jugend nachdenken“, hatte Gou dazu erklärt.

Gou, Gründer und Konzernchef des Apple-Zulieferers Foxconn, ist Taiwans reichste Person mit einem geschätzten Vermögen von 7,6 Milliarden US-Dollar (6,72 Mrd. Euro). Er hatte gegenüber Reuters am Montag angekündigt, sich in den kommenden Monaten aus dem operativen Geschäft bei Foxconn zurückziehen zu wollen, um jungen Talenten den Weg zu ebnen. Allerdings wolle er weiterhin Aufsichtsrat bleiben. Der 1974 gegründete weltgrößte Auftragsfertiger mit einem Jahresumsatz von fast 170 Milliarden Dollar zählt mehr als eine Million Mitarbeiter, einen Großteil davon in China.

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