Das dürfte vor allem den Bezahlsender Sky schmerzen, dessen Verhandlungslinie bisher gelautet hatte, dass man sich bei höchstens 36 Spielen im frei empfangbaren Fernsehen eine Beteiligung an den Übertragungsrechten vorstellen könne.
Mateschitz' Servus-TV in der Pole Position
Mit der Finanzkraft von Red Bull im Hintergrund gilt Servus TV weiter als aussichtsreicher Kandidat für die Rechtevergabe. Nach dem jüngst kolportierten Szenario, bei dem 15 Millionen Euro an die Bundesliga fließen sollen, würden darin alle Verwertungsrechte, also auch jene für Pay-TV und Online, beinhaltet sein.
Die geplante Kooperation mit dem ORF sieht demnach auch eine Änderung des Spielplans vor: So soll am Freitag die Erste Liga komplett spielen. Am Samstag fänden vier Spiele der Bundesliga - drei um 16.00 Uhr, eines um 18.00 Uhr - statt, von denen das Spät-Spiel live in Servus TV laufen soll. Im Anschluss will der Sender von Red-Bull-Eigentümer Dietrich Mateschitz dem Vernehmen nach eine 90-minütige Live-Fußballshow senden.
Topspiel am Sonntag weiter im ORF?
Das Topspiel am Sonntag könnte nach diesem Entwurf weiter live im ORF laufen. Sky hätte bei diesem Vorschlag das Exklusivrecht auf die drei frühen Samstag-Spiele sowie die Erste Liga am Freitag. Bei Sky wollte man sich zu den Vorgängen weiterhin nicht äußern. Auch ob 72 Spiele im Free-TV ein Grund wären, gänzlich auf die Bundesliga zu verzichten, wurde nicht kommentiert.
Die Bundesliga hatte sich zuletzt bei einer Präsidentenkonferenz am Montag mit dem Thema auseinandergesetzt. Zu einer Entscheidung kam es vorerst nicht, diese soll bis etwa Ende April fallen. Der ORF-Publikumsrat sprach sich am Mittwoch in einer Aussendung dafür aus, dass die Bundesliga weiter im ORF übertragen werden solle.
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