11.04.2019 05:52 |

Unsere Ombudsfrau

Barbara Stöckl: Wir kämpfen für Sie!

Gegen Ungerechtigkeiten und für mehr Menschlichkeit, dafür steht unsere Redaktion seit vielen Jahrzehnten.

Zehn Jahre bin ich nun als Ihre „Krone“-Ombudsfrau tätig - eine Aufgabe, die mich ausfüllt, berührt, bewegt und sehr oft auch demütig macht. Die große Zahl der Briefe, E-Mails und Anrufe, die mein Team und ich täglich bekommen, zeigen uns, welch großes Vertrauen Sie in unsere Arbeit setzen. Dafür Danke schön!

Helmut Zilk war 1975 der erste Ombudsmann der „Krone“. Der Mann, der als einer der ersten Journalisten des Landes die Kraft der Zeitung eingesetzt hat, um gegen Ungerechtigkeiten zu kämpfen. Ich habe mit vielen Menschen gesprochen, für die er viele Jahre lang da war. Für die er gekämpft, gesorgt, gepoltert hat, die er manchmal zurechtgewiesen, denen er zugehört, Trost und Rat gespendet hat. Mit „denen da oben“ Klartext zu reden war ohnehin immer eine lustvolle Herausforderung für ihn!

Reinald Hübl übernahm diese Aufgabe in den Jahren, als Zilk in die Politik wechselte. Seine Art, die Dinge „menschlich zu sehen“ war ein so wichtiger Gegenpol in unserer Medienwelt. Er wusste um die Verantwortung des Journalisten, auch um seine Vorbildwirkung: Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, die Gutes tun, „das Gute“ zum Wesen einer Nachricht zu machen. Keine Sorge war ihm zu gering, kein Problem zu groß.

Die drei Sätze, die uns in unserem Zusammenleben nicht weiterbringen
Diesen Weg weiterzugehen ist nun die Aufgabe meines engagierten Teams und mir. In diesem Jahrzehnt habe ich viel gehört, gelesen, gelernt. Zum Beispiel drei Sätze, die ich gar nicht mag: 1. „Ich bin nicht zuständig!“, 2. „Das haben wir schon immer so gemacht!“, 3. „Ich hab‘ keine Schuld!“ Das sind genau die Sätze, die uns in unserem Zusammenleben überhaupt nicht weiterbringen!

Es ist nämlich oft ganz egal, ob man zuständig ist. Man kann sich auch zuständig machen, mit Engagement und Verantwortungsgefühl. Traditionen, Rituale und Werte haben ihre Berechtigung - den Blickwinkel dennoch einmal zu verändern und neue Herangehensweisen zuzulassen kann hilfreich sein - im Geschäfts- wie auch im privaten Leben. Und ich bin überzeugt davon: Wer helfen will, darf nicht werten! Ja, manchmal gibt es „Schuldige“, und oft hat man ja auch selbst was verbockt, trotzdem - viel wichtiger ist gerade in Notsituationen zuerst einmal die Frage: Was kann ich TUN?

Nicht immer können wir helfen. Aber immer können wir es versuchen. Manchmal geht es auch darum, einfach nur zuzuhören, die Sorgen von Menschen ernst zu nehmen - auch wenn man schwierige Lebenssituationen nicht immer verändern kann. Manchmal muss man sie annehmen können, und auch das geht gemeinsam leichter. Oft geht es darum, Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung zu stärken.

SIE haben es in der Hand! SIE können Ihr Leben verändern! SIE haben die Macht! Und dabei muss man hin und wieder den Mächtigen, den Verantwortungsträgern auf die Zehen steigen! Das tun wir für Sie!

Ihre Ombudsfrau Barbara Stöckl

GROSSE ERFOLGE FÜR DIE INITIATIVE, DIE MIT HELMUT ZILK BEGANN

Seit 1975 im Einsatz für die „Krone“-Leserfamilie!
Nicht ganz so lange wie die „Neue Kronen Zeitung“ gibt es unsere Redaktion. Genau seit 44 Jahren kümmern wir uns um Ihre Anliegen. Mehrere Hunderttausend (!) Fälle sind bisher zusammengekommen. Viel mehr, als wir berichten können. Von der alleinerziehenden Mutter in Geldnot bis zum Bankdirektor, der mit seinem Hundefriseur im Clinch liegt. Von Gewinnspielzusagen bis zu einem Wirt, der einen Gast gebissen hat. Die Palette der Probleme, die an uns herangetragen werden, ist so bunt und dramatisch wie das Leben selbst.

Seit 2000 gibt es die künstliche Befruchtung auf Krankenschein
Ungewollte Kinderlosigkeit ist laut Weltgesundheitsorganisation eine Krankheit. Und somit der Staat für die „Heilmittel“ zuständig. Unserer Argumentation musste sich letztlich auch der Gesetzgeber anschließen. Ungewollt kinderlose Paare müssen nur noch einen kleinen Teil der Behandlung selbst übernehmen.

Keine Heim-Verträge mehr mit „Fußangeln“
Heute nicht mehr vorstellbar, aber bis 2004 mussten Pflegebedürftige in Pflegeheimen oft haarsträubende Verträge unterschreiben. Etwa dass Bewohner für vom Pflegepersonal verursachte Schäden aufkommen. Wir haben so lange angeprangert, bis das „Heimgesetz“ bundesweit Schutz für alle brachte.

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