Die bekannte norwegische Diplomatin Mona Juul ist wegen ihrer Verbindungen zum US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein von ihrem Botschafterposten in Jordanien und im Irak zurückgetreten. Norwegischen Medienberichten zufolge sind die beiden Kinder des Paars in Epsteins Testament als Erben einer Summe von insgesamt zehn Millionen Dollar (rund 8,5 Millionen Euro) eingesetzt.
Juul und ihr Ehemann Terje Röd-Larsen spielten eine wichtige Rolle bei den langwierigen geheimen Verhandlungen zwischen Israel und der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), die Anfang der 1990er-Jahre zum Friedensabkommen von Oslo geführt hatten. Die 66-Jährige war wegen ihrer Verbindungen zu Epstein bereits vorübergehend suspendiert worden.
„Richtige und notwendige Entscheidung“
Der nunmehrige Rücktritt wurde von Außenminister Espen Barth Eide als „richtige und notwendige Entscheidung“ gewürdigt. Eide erklärte, das Außenministerium werde während der laufenden Untersuchung weiterhin mit Juul sprechen, um das Ausmaß ihrer Verbindungen zu Epstein zu klären.
Neben Juul tauchen norwegischen Medienberichten zufolge auch der Name des ehemaligen Ministerpräsidenten und früheren Generalsekretärs des Europarates, Thorbjörn Jagland, und des früheren Außenministers Börge Brende in den Ende Jänner vom US-Justizministerium veröffentlichten Dokumenten auf. Brende ist seit 2017 Präsident des Weltwirtschaftsforums in Davos.

Kronprinzessin Mette-Marit räumt „peinliche“ Fehler ein
Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit räumte bereits „peinliche“ Fehler ein, nachdem norwegische Medien über ihre Freundschaft mit Epstein berichtet hatten. Ihr Name soll mindestens tausend Mal in den neuen Akten auftauchen.
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