05.04.2019 06:29 |

Landung am 11. April

Israels Raumsonde in Orbit um Mond eingeschwenkt

Sechs Wochen nach ihrem Start ist Israels unbemannte Raumsonde „Beresheet“ am Donnerstag in eine Umlaufbahn um den Mond eingeschwenkt. „Die Eroberung des Mondes ist an und für sich ein historisches Ereignis“, sagte Morris Kahn, einer der reichsten Männer Israels, der das Projekt zu rund einem Viertel finanziert hat. Jetzt gehöre Israel zu jenen sieben Nationen, denen es gelungen ist, eine Sonde in einen Orbit um den Erdtrabanten zu bringen, so der Milliardär.

„Von heute an in einer Woche werden wir neuerlich Geschichte schreiben, indem wir auf dem Mond landen und es den drei Supermächten (USA, Russland und China; Anm.) gleichtun, die das geschafft haben. Heute bin ich stolz darauf, ein Israeli zu sein“, wird Kahn (Bild unten) auf der Website Space.com zitiert. Klappt es mit der Landung, dann wäre „Beresheet“ zudem das erste privat finanzierte Mini-Raumschiff, das die Oberfläche eines anderen Himmelskörpers erreicht.

„Beresheet“ („Genesis“) begann seine insgesamt sieben Wochen lange Reise zum Mond in der Nacht auf den 22. Februar an Bord einer „Falcon 9“-Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus.

Video: Der Start der Sonde „Beresheet“ in Florida

An Bord der unbemannten Sonde (Bild oben), die etwa die Größe einer Waschmaschine hat, befindet sich eine Zeitkapsel mit Hunderten digitalen Dateien sein. Darunter ist auch eine hebräische Bibel, die auf einem Träger in Münzgröße gespeichert ist.

Sonde soll Magnetfeld des Mondes untersuchen
Die Sonde mit einem Gewicht von knapp 600 Kilogramm und eineinhalb Meter Höhe soll eine israelische Flagge auf dem Mond aufstellen und das Magnetfeld untersuchen. Die bei der Landung an das Institut und die NASA übermittelten Messdaten sollen unter anderem bei Forschungen zur Entstehung des Mondes und seines Magnetfeldes helfen.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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