Die Vertragsfrage

ÖFB-Sitzung: Rangnick platzte in die Tagesordnung

Fußball National
01.02.2026 09:30

Am Freitag tagte der Aufsichtsrat des Österreichischen Fußballbundes (ÖFB) in Wien – die Personalie Ralf Rangnick stand nicht auf der Tagesordnung, wurde dann zum am längsten diskutierten Punkt.

Denn der Aufsichtsrats-Vorsitzende Josef Pröll brachte das Thema kurzfristig zur Sprache, mit der Begründung, dass der Teamchef in den Tagen vor der Sitzung das Thema Vertrags-Verlängerung angesprochen hatte und wissen will, wie es um seine Zukunft bestellt ist.

ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll
ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll(Bild: Mario Urbantschitsch)

Unbestritten
Rangnicks Verdienste sind unbestritten, beim Thema Gage gehen die Meinungen im Aufsichtsrat auseinander. Einer deutlichen Gehaltserhöhung stehen einige Landesbosse und auch die Bundesliga skeptisch gegenüber, sie führten Marcel Koller als mahnendes Beispiel an: Dessen Fix-Gehalt war nach der geschafften EM-Quali 2016 auf rund zwei Millionen Euro erhöht worden – ehe es sportlich mit dem Team bergab ging.

Teamchef Ralf Rangnick
Teamchef Ralf Rangnick(Bild: GEPA)

Dass die Gage Rangnicks erhöht gehört, ist allen klar. Einige Herren im Aufsichtsrat drängen aber darauf, dass der neue Vertrag in Zeiten, wo das Geld auch im Fußball knapper wird, eine starke Leistungs-Komponente beinhaltet. Ein Pouvoir, wie weit er in den finanziellen Verhandlungen gehen kann, erhielt Pröll nicht. Er wird die Gespräche mit Rangnick fortsetzen, den Aufsichtsrat laufend informieren. Am Ende müsste dieser der Verlängerung mit einfacher Mehrheit zustimmen.

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