14.03.2019 12:04 |

Fall kommt vor Gericht

Verkehrssünder raste dreimal auf Parksheriffs zu

Die Liste seiner Vergehen ist lang und auch eine Gerichtsverhandlung kommt nun auf ihn zu: Für gefährliche Szenen hat ein 50-jähriger Autofahrer am Mittwoch in Wien gesorgt, als er von einem Parksheriff beim Parken in zweiter Spur erwischt wurde. Der Verdächtige, laut Polizei österreichischer Staatsbürger, rastete völlig aus, stieg aufs Gas und fuhr in der Folge mit dem Wagen offenbar gleich dreimal auf die anwesenden Parkraumkontrolleure zu.

Der 50-Jährige wurde am Abend gegen 19.45 Uhr in der Rotenhofgasse im zehnten Bezirk beim Parken in zweiter Spur von der 27 Jahre alten Kontrolleurin erwischt. Es kam zur verbalen Auseinandersetzung zwischen den beiden, die letztlich gänzlich ausuferte. Der wütende Autolenker stieg offenbar aufs Gas und fuhr mit dem Wagen auf die junge Frau zu, bevor er doch noch im letzten Moment auswich und davonbrauste.

„Zwei Mal absichtlich touchiert“
Zwei Kontrolleure hätten daraufhin in einem Zivil-Fahrzeug die Verfolgung aufgenommen und den Mann in der Folge ein weiteres Mal angehalten, hieß es seitens der Polizei. 
Als sie den Flüchtenden gestoppt hatten, kam es ein weiteres Mal zu überaus gefährlichen Szenen: Der 50-Jährige - offenbar immer noch aggressiv und aufgebracht - stieg ein weiteres Mal aufs Gaspedal. Diesmal hatte es der Verdächtige auf einen 29 Jahre alten Kontrolleur abgesehen und soll ihn „während der Amtshandlung zwei Mal absichtlich mit dem Fahrzeug touchiert“ haben, so Polizeisprecher Paul Eidenberger. Laut Aussagen musste er sich dabei jedes Mal durch einen Sprung auf die Motorhaube retten und blieb daher unverletzt.

Danach ergriff der mutmaßliche Verkehrssünder ein weiteres Mal die Flucht und raste mit „hoher Geschwindigkeit“ davon, hieß es weiter. Weit kam der Verdächtige mit dem Auto - dieses ist auf eine Scheinadresse zugelassen - allerdings nicht, er konnte noch in der Nähe von der Polizei gestoppt werden. Bei der Einvernahme bestritt der mutmaßliche Täter, auf die Kontrolleure zugefahren zu sein, ebenso auch jegliche Verletzungsabsicht. Als Grund für die mehrmalige versuchte Flucht erklärte er, dass er offene Verwaltungsstrafen besitze.

„Führerscheinentzug droht“
Aggressives Verhalten gegenüber Parksheriffs hat in Österreich jedenfalls keinen Platz, wie die Wiener Polizei im Zuge des Vorfalls einmal mehr in Erinnerung ruft. „Aggressivität gegenüber einem Organ der Parkraumüberwachung“ können „schwerwiegende straf- und verwaltungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen“, so die Wiener Polizei. „Bei jedem Fall wird von der Verkehrsbehörde überprüft, ob die Eignung zum Lenken eines Kraftfahrzeuges weiterhin gegeben ist. Als Konsequenz droht der Führerscheinentzug.“

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