11.03.2019 16:04 |

EU-Gesetz einheitlich?

ÖOC zu Doping-Lawine: „Der Imageschaden ist groß“

Das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) konstatiert wegen der neuerlichen Verwicklung heimischer Athleten in einen Dopingskandal einen großen Image- und Vertrauensverlust für den Sport. Außerdem fordere man volle Transparenz, ein einheitliches EU-Anti-Dopinggesetz und den Schutz sauberer Athleten, wie es in einer ÖOC-Pressemitteilung am Montag hieß. 

„Der Imageschaden ist groß, der Ärger von sauberen Athleten verständlich. Auch wenn wir die laufenden Ermittlungen abwarten müssen, bleibt schon jetzt die nüchterne Erkenntnis, dass das Vertrauen der Öffentlichkeit einmal mehr zutiefst erschüttert wurde“, stellte ÖOC-Präsident Karl Stoss angesichts der Beteiligung der Olympiateilnehmer Dominik Baldauf, Max Hauke, Stefan Denifl und Georg Preidler in den aktuellen Blutdopingskandal fest. Besonderes wichtig sei es, dass möglichst vielen Drahtziehern das Handwerk gelegt werden könne. Das ÖOC bekenne sich jedenfalls voll inhaltlich zum Schutz sauberer Athleten, wurde weiters betont.

In Kooperation mit der nationalen Anti-Doping-Agentur, dem Internationalen Olympischen Komitee und dem Europäischen Olympischen Komitee stünden bestmögliche Transparenz und Präventionsmaßnahmen im Vordergrund, betonte der ÖOC-Anti-Dopingbeauftragte Wolfgang Schobersberger.

Einheitliches EU-Gesetz gefordert
Außerdem bemühe ma sich seit Jahren um die Verabschiedung eines einheitlichen EU-Anti-Doping-Gesetzes. „Idealerweise mit entsprechend harten Strafen“, so ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel. „Nicht nur der jüngste Fall zeigt, dass Dopingbetrüger länderübergreifend tätig sind - nationale Gesetze helfen da nur bedingt.“ Im Lichte des aktuellen Falles sei es bedenklich, dass bestimmte Ärzte von Sportlern angezeigt, aber jahrelang nicht verfolgt worden seien.

krone Sport
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