Verwelktes „Veilchen“

Aus und vorbei! Austria feuert Coach Thomas Letsch

Thomas Letsch hat ausgelitten - der 50-jährige Deutsche ist NICHT mehr Coach des FK Austria Wien! Die mehr oder weniger erbärmlichen Auftritte der „Veilchen“ vor allem im Frühjahr gaben am Verteilerkreis letztlich den Ausschlag dafür, dass die Austria-Führung keinen anderen Weg mehr sah, als mit einer Veränderung auf der Position des Trainers auf die sportliche Krise zu reagieren. Anstelle von Letsch übernimmt ab Mittwoch interimistisch Robert Ibertsberger das Trainer-Amt bei den zuletzt „verwelkenden“ Veilchen. Übrigens: Abgesehen von Letsch musste auch Young-Violets-Trainer Andi Ogris den Hut nehmen!

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Bereits am Sonntag hatte Ralf Muhr, der Sportdirektor der Austria, die Trennung nach dem 1:3 gegen das vormalige Schlusslicht SCR Altach mit unheilschwangeren Worten angedeutet. „Die heutige Leistung […] war einfach unter jeder Kritik. Das war für jeden Zuschauer, für jeden Austria Fan, wirklich katastrophal […].“ Ein klares Bekenntnis zu Letsch blieb anders als in der Vergangenheit aus. „Dass das heute für keinen im sportlichen Bereich ein Bewerbungsschreiben war, ist klar“, meinte Muhr lediglich.

Dabei hätte es gestern durchaus auch Grund zur Freude gegeben, ist doch nunmehr die Teilnahme an der Meisterrunde endgültig fixiert - ganz im Gegensatz zum Stadtrivalen SK Rapid, der nur mehr geringe Chancen auf einen Platz in den Top-6 hat. Doch die Leistung gegen Altach erstickte jeden Anflug von Freude über das Erreichen des Etappenziels, zu unterirdisch traten die „Veilchen“ gegen die „Ländle“-Kicker auf. Der etwas mehr als ein Jahr bei der Austria arbeitende Deutsche sprach von einer „katastrophalen Leistung“, von einem „absoluten Tiefpunkt“, wie seine Elf aufgetreten sei. „Nach so einem Spiel kann kein positives Gefühl entstehen!“

Angesichts dieser Stimmungslage war die Trennung wenige Stunden später am Montagvormittag wohl eine relativ vorhersehbare Reaktion beim FK Austria. Muhr betonte, dass man Konsequenzen ziehen habe müssen, „die Leistungen der Mannschaft entsprachen nicht den Vorstellungen, die wir an uns selber haben“. Und Austria-AG-Vorstand Markus Kraetschmer erklärte, dass man davon überzeugt sei, „dass wir eine Veränderung brauchen, um unser Saisonziel, das nach wie vor Qualifikation für einen internationalen Startplatz lautet, zu erreichen.“ Er bedankte sich zwar bei Thomas Letsch für dessen geleistete Arbeit, aber mit der Tendenz, insbesondere nach dem Spiel gegen Altach, erachte man die Trennung als notwendig.

Letsch war seit Ende Februar des Vorjahres als Nachfolger von Thorsten Fink bei den Violetten tätig gewesen. Obwohl er die Europacup-Teilnahme mit der Mannschaft nicht mehr schaffte, wurde sein Vertrag bis Sommer 2020 verlängert. Unter Letsch holte die Austria in 33 Spielen in der Bundesliga 14 Siege bei 15 Niederlagen. Die Vorstellung gegen Altach war nun ausschlaggebend für das Aus, sie war freilich nicht die erste enttäuschende. Letsch stand schon im Herbst zur Diskussion, das 6:1 gegen Rapid in der abschließenden Runde vor der Winterpause verschaffte ihm aber Luft. Aus der Vorbereitung starteten die Austrianer danach mit einer Blamage, dem Aus im ÖFB-Cup-Viertelfinale bei Regionalligist GAK.

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