02.03.2019 10:15 |

Vor EU-Wahl im Mai

WWF fordert „Europäischen Nachhaltigkeitspakt“

Anlässlich der bevorstehenden EU-Wahlen hat der WWF (World Wide Fund for Nature) einen „Europäischen Nachhaltigkeitspakt“ erarbeitet und an alle österreichischen Spitzenkandidaten übermittelt. Damit will der WWF auf die steigende Bedeutung von Umwelt- und Klimaschutz für eine erfolgreiche Zukunft der Union aufmerksam machen.

„Wer ein sicheres und wettbewerbsfähiges Europa will, muss zuerst gegen die Klimakrise und die Umweltzerstörung kämpfen. Ein starkes und selbstbewusstes EU-Parlament spielt dafür eine Schlüsselrolle“, sagte Hanna Simons vom WWF Österreich anlässlich der Übermittlung des Manifests an Othmar Karas (ÖVP), Andreas Schieder (SPÖ), Harald Vilimsky (FPÖ), Werner Kogler (Grüne), Claudia Gamon (NEOS) und Johannes Voggenhuber (1Europa/Jetzt).

„Europa muss Vorreiterrolle in Umweltpolitik übernehmen“
Darin werden die wahlwerbenden Parteien aufgefordert, das Wohlergehen der Menschen in einer gesunden Umwelt in den Mittelpunkt ihrer Arbeit zu stellen und ein auf fünf Jahre angelegtes Ziel- und Maßnahmenpaket zu unterstützen. „Europa muss eine Vorreiterrolle in der globalen Klima- und Umweltpolitik übernehmen. Nicht nur der Umwelt zuliebe, sondern auch um seinen Wohlstand langfristig zu sichern. Wir dürfen bei der unvermeidlichen Umstellung auf ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell nicht den Anschluss verlieren“, sagte Simons.

In seiner europaweiten Initiative betont der WWF, dass die wirtschaftliche und politische Stabilität, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die globale Relevanz der EU von einem nachhaltigen Systemwechsel abhängen. „Daher muss die Europäische Union bis 2040 klimaneutral werden, 50 Prozent ihres Budgets in Klima- und Umweltschutz investieren sowie Kohle, Öl und Gas ausbremsen“, sagt die WWF-Vertreterin.

Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik gefordert
Als weitere konkrete Maßnahmen werden eine Innovations- und Investitionsoffensive gefordert, die klima-, natur- und sozialverträgliches Wirtschaften belohnt und zukunftsfähige Jobs schafft. Eine grundlegende Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik (GAP) mit starken Anreizen für nachhaltige Wirtschafts- und Anbauformen soll allen Landwirten ein faires Auskommen sichern.

Die Umweltschutzorganisation formuliert vier Hauptziele eines Europäischen Nachhaltigkeitspaktes. Im ersten werden mehr Sicherheit und Wohlstand durch konkrete Maßnahmen gegen Klimawandel und Umweltzerstörung angestrebt. Mit dem zweiten Ziel soll Europa zu einer weltweit führenden, nachhaltigen Wirtschaftsregion ausgebaut werden, um Lebensqualität und Arbeitsplätze langfristig zu sichern.

Drittens wird die Sicherung der globalen Position Europas sowie das Erlangen größerer strategischer Unabhängigkeit durch ambitionierte Nachhaltigkeitsstandards angestrebt. Und schließlich werden institutionelle Reformen für eine „klimafitte Politik in Parlament und Kommission“ gefordert. Konkret wünscht sich der WWF einen eigenen Vizepräsidenten der EU-Kommission für Klimaschutz und natürliche Ressourcen, der für eine nachhaltige Trendwende verantwortlich ist.

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