Aktien als Sparform:

„Frauen sehen Wertpapiere kritischer als Männer“

Geld ist Macht. Und finanzielle Unabhängigkeit bringt mehr Chancen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Wie gelingt das den Frauen? Die „Krone“ fragte im Vorfeld zum Weltfrauentag am 8. März bei heimischen Bankinstituten nach, wie die Damen in der Welt der Sparbücher und Aktienfonds zurecht kommen.

Fast ausgewogen ist die Anzahl der Privatkunden der Raiffeisenbanken, denn die Damen machen 50,2 Prozent aus, die Herren 49,8 Prozent. Aber: „Frauen haben in finanziellen Angelegenheiten oftmals andere Bedürfnisse, vor allem bei Absicherung und Vorsorge“, betont oberste Raiffeisen-Bankmanagerin Michaela Keplinger-Mittlerlehner.

Studie zu Wertpapier-Veranlagung „weiblich“
Oberbank-General Franz Gasselsberger bestätigt: „Frauen haben einen höheren Beratungsanspruch und hinterfragen besonders bei der privaten Pensionsvorsorge, aber auch bei Wertpapieren kritischer, was mit ihrem Geld gemacht wird.“ Das trifft den Ton der aktuellen Studie, die im Auftrag der Sparkasse OÖ erstellt worden ist. Der Blick von rund 1300 Frauen auf Wertpapier-Veranlagung wurde erhoben und mit dem Finanzverhalten der Männer verglichen.

Schon mit kleiner Summe
Noch immer gilt das Sparbuch als beliebteste Sparform, da unterscheiden sich die Geschlechter nicht. Aber Männer investieren häufiger in Wertpapiere, während Frauen sichere Finanzprodukte höher bewerten. Ein Investment in Einzelaktien ist nur für 8 Prozent der Damen interessant, während 20 Prozent Männer zugreifen. Viele glauben, für Fonds ihr gesamtes Vermögen investieren zu müssen. „Stimmt nicht“, sagt Vorstandsdirektorin Stefanie Christina Huber. Schon mit kleiner Summe ist man dabei. Aber: Das durchschnittliche Nettoeinkommen von Frauen ist deutlich niedriger als das der Männer. Kein Wunder, dass frau weniger riskiert.

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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