Eingehüllt in eine dicke Jacke, die Haube und die schwarze Sonnenbrille ins Gesicht gezogen, saß er gestern fast inkognito in Hartberg auf der Tribüne: Bayern-Star David Alaba. Kurz nach Spielbeginn war er gekommen und das nicht ohne Grund: Einer seiner besten Kumpels ist ja Hartbergs Tobias Kainz.
Ihm drückte der Nationalspieler bei seinem starken Einsatz in der Startelf die Daumen, jubelte auch artig beim 1:0-Führungstreffer seines Freundes und plauderte auch nach dem 1:1 gegen St. Pölten eifrig mit Kainz. Der mit seiner Leistung zufrieden war: „Ich hätte aber lieber kein Tor geschossen, dafür gewonnen.“
Knackpunkt, dass es letztlich nicht zum Sieg reichte, war ein viel diskutierter Elfer (nach Foul von Goalie Swete an Gartler). „Nie und nimmer ein Strafstoß“, fauchte Swete. Und auch Trainer Markus Schopp war sauer: „Hier Elfer zu geben, war sehr fragwürdig.“ St. Pölten-Coach Ranko Popovic war wiederum happy: „Ein wichtiger Punkt für uns in Richtung Top-Sechs.“
Gerücht um Präsidentin
Am Rande sorgte indes ein heißes Gerücht, wonach Präsidentin Annerl Nachfolgerin von Rapid-Präsident Krammer werden könnte, für Aufregung. Doch die Hartberg-Chefin dementierte rasch: „Eine Ehre genannt zu werden. Aber davon höre ich selbst zum ersten Mal.“
Christoph Kothgasser, Kronen Zeitung
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