22.02.2019 06:13 |

Harnwegsinfekt

„Höllenfeuer“ in den Harnwegen

Viele, vor allem Frauen, kennen das plötzliche Brennen während des Wasserlassens, das auf eine schmerzhafte Entzündung der Blase hindeutet. Vorbeugen ist allerdings möglich, vor allem mit ausreichendem Trinken! 

Hand aufs Herz - sind Sie oft durstig, ignorieren das Gefühl jedoch? Oder ist es Ihnen einfach nicht möglich, regelmäßig ein paar Schlucke Wasser oder Tee zu sich zu nehmen? Bei gesunden Menschen schafft das persönliche Trinkverhalten meist keine Probleme, wenn man sich an seinem Durstgefühl orientiert. Treten jedoch öfter Harnwegsinfekte auf, sollte man durchaus häufiger zum Glas greifen. Laut einer amerikanischen Studie konnten Probandinnen, die angehalten wurden, mehr Flüssigkeit aufzunehmen, die Zahl ihrer Blasenentzündungen deutlich reduzieren. Einen Versuch wäre es wert, erleidet doch schließlich etwa die Hälfte aller Frauen zumindest einmal im Leben einen Harnwegsinfekt (HWI), wobei dieser bei mindestens 30 Prozent (immer) wiederkehrt. Das bezeichnet man als „rezidivierend“, was bedeutet, dass sich die Beschwerden zweimal innerhalb von sechs Monaten oder dreimal innerhalb eines Jahres zeigen. Bei regelmäßig auftretenden Beschwerden (Harndrang, Schmerzen beim Urinieren, Blutbeimengung) sollte unbedingt ein Facharzt zugezogen werden. Einmal im Jahr an dieser sogenannten Zystitis zu erkranken, ist jedoch laut Fachärzten noch kein Grund zur Besorgnis.

Schutzprogramm für den Intimbereich
Neben dem ausgewogenen Trinkverhalten (auch Preiselbeersaft eignet sich dafür, siehe oben) empfehlen Ärzte folgende Richtlinien, um einen Harnwegsinfekt zu vermeiden:Wichtig ist vor allem die richtige Hygiene auf der Toilette. Das bedeutet: Nach dem Stuhlgang immer von „vorne nach hinten“ wischen. Vermeiden Sie allerdings übertriebene Intimhygiene, und verzichten Sie auf spezielle Lotionen, Cremes oder Sprays. Es genügt, die Scheide täglich mit warmem Wasser zu waschen.

Sexualhygiene ist äußerst wichtig
Nach jedem Geschlechtsverkehr sollten Frauen das WC aufsuchen. Im Rahmen der Verhütung ist es außerdem ratsam, wenn oftmals Betroffene auf sogenannte „Spermizide“ (werden z. B. auf Diaphragmen eingesetzt) verzichten. Auch wenn von vielen als hilfreich vermutet, sind regelmäßige Spülungen zur Vaginalhygiene kontraproduktiv. Wenn Sie Harndrang verspüren, gehen Sie zeitnah auf die Toilette, und unterdrücken sie diesen nicht!

Eva Greil-Schähs, Kronen Zeitung

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