Nach Slalom-Gold

Hirscher: Letzte WM? „Wäre ein schöner Abschluss“

Vom Krankenbett zu Silber und Gold. Und das innerhalb von nur vier Tagen. Marcel Hirscher schrieb auch bei der WM in Åre eine völlig verrückte Erfolgsgeschichte. Die gestern mit Gold im Slalom (wieder einmal) Hollywood-reif gekrönt wurde. Noch dazu vor seinen Teamkollegen Michael Matt und Marco Schwarz.  „Wahrscheinlich war’s meine letzte WM. Insofern wäre das doch ein schöner, runder Abschluss", so Hirscher.

„Es ist mehr Erleichterung als Freude“, meinte Marcel. „Weil der Druck auf meinen Schultern schon da war. Und jetzt weg ist. Jetzt kann ich genießen, jetzt bin ich entspannt!“ Die Erschöpfung war ihm aber deutlich anzusehen. „Es tut mir leid, wenn auf Fotos oder in Interviews nicht die ganz großen Emotionen zu sehen sind. Aber glaubt mir: ich bin megahappy, dieses Gold bedeutet mir sehr viel! Vor allem, weil es diesmal mehr Teamarbeit als je zuvor war.“

Einmal mehr hat Hirscher historische Bestmarken aufgestellt. Ist jetzt - vor Toni Sailer (!) - zum Beispiel endgültig erfolgreichster WM-Athlet aller Zeiten. „Wunderbar, aber ich mache mir über diese Rekorde keine Gedanken. Mir ist wichtig, dass ich meine Leistung abrufe.“ So wie im von seinem Coach Mike Pircher gesteckten ersten Durchgang. Der Slalomsport in reinster Perfektion war. Da hatte zum Beispiel Henrik Kristoffersen 1,70 Sekunden Rückstand!

Wie der Triumph in die fast endlose Erfolgsliste von Siegen und Medaillen einzuordnen ist? „Ich kann darauf nie eine gscheite Antwort geben. Jeder Erfolg hat seine Geschichte. Aber eines ist fix: mit Schladming 2013 ist er nicht zu vergleichen.“

Auf nach Stockholm!
Der WM-Sieg vor der Haustüre steht nach wie vor ungefährdet auf Platz eins der Hirscher-Hitparade. „Aber wahrscheinlich war’s meine letzte WM. Insofern wäre das doch ein schöner, runder Abschluss“, kurbelte der 29-Jährige dann noch die Zukunftsspekulationen an. Eine kleine Chance, dass er auch 2021 in Cortina dabei ist, gibt’s aber noch. Wie auch immer. Gestern Abend ging’s mit dem Red-Bull-Jet nach Hause.

Bereits am Dienstag startet der Star aber wieder in Schweden. Beim Weltcup-Stadt-Event in Stockholm.

Alex Hofstetter, Kronen Zeitung

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