01.02.2019 12:18 |

Tief erreicht Kärnten

Schneefall: In Oberkärnten hängen die ersten LKW

Einsetzender Schneefall sorgt in Kärnten bereits für Verkehrsbehinderungen: Für höher gelegene Passstraßen in den Karnischen Alpen und Karawanken wurde im Laufe des Freitagvormittags allgemeine Kettenpflicht verhängt. Neuschnee, Sturmböen, ergiebige Regenfälle und Glatteis verlangen zudem in ganz Kärnten erhöhte Vorsicht von allen Verkehrsteilnehmern. Die Eisnatzorganisationen sind in erhöhter Alarmbereitschaft.

Betroffen waren laut Polizei zunächst die Nassfeld Straße (B90), der Plöckenpass (B110) sowie die Straße über den Wurzenpass (B109). Doch jetzt hängen auch LKW auf der Großglocknerstraße (B107) Richtung Iselsberg. Auch auf der B99, der Katschbergstraße, haben Lenker Probleme. Zwischen Tröpolach und Staatsgrenze Nassfeld, zwischen Rennweg und Pass Katschberg (nur für LKW), zwischen Winklern und Dölsach (nur für LKW), zwischen Hart und Staatsgrenze Wurzenpass. Außerdem zwischen Kötschach und Oberdrauburg und zwischen Kötschach und Plöckenpass.

Alle Einsatzstellen und Blaulicht-Organisationen einsatzbereit
Das großräumige Genuatief erreicht in diesen Stunden Kärnten. Das intensive Tief bringt Starkschneefall, Starkregen und Sturmböen ins Land, die sich mehrfach auswirken werden. Auf Grund der Erfahrungen der letzten Unwetter und der Kombination aus Schnee, Regen, Sturm und Glatteis, ist seit gestern, Donnerstag, das Katastrophenmanagement des Landes aktiv, um in jeglicher Form vorbereitet zu sein.

Auch heute tagte das erweiterte KAT-Management unter der Leitung von Katastrophenschutzreferent LR Daniel Fellner und dem Katastrophenschutzbeauftragten des Landes, Markus Hudobnik in der Landesalarmwarnzentrale. „Der Krisenstab tagt, weil wir bestens vorbereitet sein wollen. Es gibt keine Gefahr für die Bevölkerung, aber alle Einheiten, Einsatzstellen und -Organisationen haben nun den gleichen Informationsstand, sind sofort handlungsfähig. Es ist unsere Aufgabe, so vorzugehen“, betonte Feller.

Hudobnik erklärte die Notwendigkeit des großen Krisenstabes mit den Mehrfachereignissen, die das Tief mit sich bringt. „Schnee, Regen, Sturmböen bis 100 km/h, Glatteis, ein Temperaturanstieg von bis zu zehn Grad, Schneebrüche, Windbruch, kleinräumige Überflutungen - damit ist zu rechnen und darauf wollen wir alle einheitlich vorbereitet sein“, sagte Hudobnik. Betroffen sind die Bezirke Hermagor, Spittal, Villach Land, Klagenfurt Land und Völkermarkt.

Unfälle auf schneeglatten Straßen & Überflutungen
Auf schneeglatter Fahrbahn auf der „Süd“ Richtung Villach geriet Freitagnachmittag auf Höhe Techelsberg das Auto einer Villacherin (44) ins Schleudern und prallte gegen eine Leitschiene. Die Lenkerin wurde verletzt. Neben vier Kärntner Wehren - der FF Pörtschach, der FF Krumpendorf, der FF Velden und der FF Techelsberg - stand auch jene aus Grödig (Salzburg) im Einsatz: Die Männer hatten in Klagenfurt ein Einsatzauto vorgeführt und auf dem Heimweg gleich ihren Kollegen geholfen.

Zu laut Polizei „kleineren Überflutungen“ und Umleitungen ist es bereits am späten Freitagabend im Gailtal gekommen. Die Bezirkshauptmannschaft Hermagor warnt daher vor erhöhten Verkehrsbehinderungen durch Überschwemmungen, Aquaplaning und örtlichen Einsätzen der Feuerwehren auf der Gailtalstraße B111.

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