15.01.2019 08:16 |

Geschäftsrisiko

Cyber-Attacken bereiten Unternehmen größte Sorgen

Große Unternehmen zählen Cyber-Attacken inzwischen zu den größten Risikofaktoren für ihr Geschäft. Laut einer aktuellen Umfrage nennen 37 Prozent der Unternehmen und Risiko-Experten Vorfälle rund um die eigene IT als wichtigstes Geschäftsrisiko. Cyber-Risiken haben damit zu den Folgen kompletter Ausfälle der Produktion oder der Lieferkette aufgeschlossen, wie aus dem jährlichen „Global Risk Barometer“ der Allianz hervorgeht, das am Dienstag veröffentlicht wurde.

Vor fünf Jahren lagen Cyber-Themen erst auf Platz acht der größten Geschäftsrisiken. Sie seien heute - noch vor Bränden oder Explosionen - der am häufigsten genannte Grund für Betriebsunterbrechungen, die zum siebten Mal in Folge als größtes Risiko gesehen werden.

Dabei würden Risiken rund um das Internet, die IT und den Datenschutz noch unterschätzt, sagte Jens Krickhahn von der Allianz-Großkundensparte AGCS. Denn die meisten Firmen dächten dabei nur an Angriffe von außen, die Gefahr durch die eigenen Mitarbeiter oder durch interne Fehler werde oft ausgeblendet.

Jährlich Schäden in Höhe von 520 Milliarden Euro
Cyber
-Kriminalität kostet dem Versicherer nach im Jahr rund 520 Milliarden Euro. Vor fünf Jahren waren es erst 385 Milliarden. Naturkatastrophen verursachten in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt einen wirtschaftlichen Schaden von 180 Milliarden Euro pro Jahr.

Die großen Versicherungen versuchen Firmen zum Abschluss eigenständiger Cyber-Policen gegen solche Risiken zu bewegen, stoßen dabei aber meist auf taube Ohren. Nicht einmal ein Prozent der 3,6 Millionen Firmen in Deutschland habe eine solche Versicherung abgeschlossen, sagte Krickhahn. Die Allianz übernehme in der Regel Schäden bis 25 Millionen Euro, in Konsortien mehrerer Versicherer könnten sich Firmen bis zu 350 Millionen Euro absichern.

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