14.01.2019 15:12 |

Kinderbetreuungsverein

Skandal um Luxusgagen: Stadt verzichtet auf Klage

Mächtig Staub aufgewirbelt hat vor Weihnachten der Skandal rund um den stadtnahen Verein Wiener Kinder- und Jugendbetreuung. Wie berichtet, ließen sich die Geschäftsführerin und Mitarbeiter der Zentrale jahrelang Luxusgagen auszahlen. Trotzdem gibt es keine Klage von der Stadt.

Als Geschäftsführerin des Vereins fungierte über 20 Jahre lang Brigitte Kopietz, Gattin von SPÖ-Altgrande Harry Kopietz. Während es für sie und einige Mitarbeiter in der Zentrale fürstliche Gehälter gab, wurden mehr als 1000 Mitarbeiter im Betreuungsbereich mit dem Kollektivvertrag abgespeist.

Aufgeflogen ist alles nach der Pensionierung von Kopietz. Der neue Geschäftsführer und die Stadt beendeten die Privilegienwirtschaft. Neben großzügigen Einstufungen und Jubiläumsgeldern gab es viele außerordentliche Gehaltserhöhungen. Der Rechnungshof listete die Geldgeschenke Punkt für Punkt auf (siehe Video unten). Zugleich empfahl man, rechtliche Schritte zu prüfen.

Stadt wird nicht auf Schadenersatz klagen
Doch die Stadt wird nicht auf Schadenersatz klagen: In der Stellungnahme an den Rechnungshof, die der „Krone“ vorliegt, heißt es, „dass die Geltendmachung von Ersatzansprüchen nicht mit einer erforderlichen Sicherheit nachgewiesen werden kann“. Dies habe die Prüfung durch einen Rechtsanwalt ergeben.

Vizebürgermeister Dominik Nepp (FPÖ) übt auf Nachfrage heftige Kritik: „Bürgermeister Michael Ludwig muss handeln. Man kann nicht so einfach zur Tagesordnung übergehen.“

Philipp Wagner, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Dienstag, 11. Mai 2021
Wetter Symbol
Wien Wetter