03.01.2019 16:22 |

Kraft Neunter

Stark! Huber weckt in Innsbruck-Quali Hoffnungen

Daniel Huber hat am Donnerstag als Vierter der Qualifikation für den dritten Tournee-Bewerb in Innsbruck Hoffnungen auf einen Spitzenplatz am Freitag (14.00 Uhr/live ORF eins) geweckt. Der 26-Jährige landete bei gutem Aufwind bei 126 Metern, der zuletzt in Garmisch arg gebeutelte Stefan Kraft kam bei Rückenwind auf 120,5 m und war Neunter. Tagesbester war Ryoyu Kobayashi, der Gesamt-Erste. 

In Oberstdorf und Garmisch hatte Kobayashi nach zweiten Plätzen in der Qualifikation seine Weltcupsiege Nummer fünf und sechs gefeiert. Auf der Bergiselschanze sicherte sich der 22-Jährige mit 126,5 Metern den 5.000-Euro-Scheck. Der Tscheche Roman Koudelka (124,5 m) und der Norweger Johann Andre Forfang (127,5 m) folgten 2,5 bzw. 2,7 Punkte dahinter. 

Kobayashis schärfster Rivale in der Gesamtwertung, der zweimal zweitplatzierte Deutsche Markus Eisenbichler, musste sich nach einem 116-m-Sprung mit dem 32. Platz begnügen. Nicht besser erging es dem Vorjahressieger Kamil Stoch als 24. (114 m). Kobayashi könnte in die Fußstapfen des Polen treten und als dritter Springer den „Grand Slam“, also Siege auf allen vier Stationen, schaffen. „Die Chance ist da, ich freue mich auf Innsbruck“, sagte der überlegene Weltcup-Spitzenreiter. Der Bayer Eisenbichler meinte, das Quali-Ergebnis sei nicht angenehm. „Aber ich werde versuchen, an Ryoyu dranzubleiben.“

Der Salzburger Huber war vor nur 4.200 Zuschauern (in Deutschland waren es mehr als 10.000 gewesen) nahe an den Besten dran und wiederholte damit seinen guten Finalsprung von Garmisch. Der Gesamt-Zehnte der Tournee nutzte die guten Bedingungen. „Nach so einem Tag wie heute habe ich viel Selbstvertrauen“, sagte der Seekirchener. „Ich hoffe, ich kann morgen daran anschließen.“ Weltmeister Kraft ging es nach seinem Absturz von Garmisch vorsichtiger an, schaffte aber trotz schwieriger Windbedingungen einen Top-Ten-Platz.

„Das war ein solider Sprung, es hat sich sehr einfach angefühlt“, erklärte der 25-Jährige im ORF-TV-Interview und merkte an, dass sein Körpergefühl viel besser gewesen sei als an den Tagen zuvor. „Ich freue mich schon sehr auf den Bewerb“, sagte Kraft, dem keiner seiner bisher zwölf Weltcupsiege in der Heimat gelungen ist. Acht Österreicher schafften die Qualifikation. Wie das ÖSV-Top-Duo sind auch Philipp Aschenwald (19.), Michael Hayböck (26.), Clemens Aigner (27.), Debütant Jan Hörl (37.), Manuel Fettner (46.) und Clemens Leitner (50.) am Freitag dabei.

K.o.-Modus
Leitner trifft damit im ersten Durchgang im k.o.-Modus auf Ryoyu Kobayashi. Markus Schiffner verpasste hingegen ebenso wie die der nationalen Gruppe angehörenden Thomas Hofer, David Haagen und Andreas Kofler einen Platz im Feld der 50 Teilnehmer am Weltcup-Bewerb. Der zweifache Team-Olympiasieger Kofler kam bei seinem Weltcup-Comeback nach einer Autoimmunerkrankung und dem Ausfall in der Saison 2017/18 nicht über den 61. Platz (101 m) hinaus. „Es geht zäh her“, gab der 34-Jährige zu.

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