Englische Studie:

Sanftes Streicheln lindert bei Babys Schmerzen

Wissen
19.12.2018 06:40

Dass Streicheleinheiten für Babys in ihrer Entwicklung extrem wichtig sind, ist schon lange bekannt. Jetzt haben Forscher der John Moores University im englischen Liverpool zudem herausgefunden, dass zärtlich Berührungen zur Schmerzlinderung beiträgt, berichtet die BBC auf ihrer Website.

Ein sanftes Streicheln reduziere die Aktivität in den Gehirnen der Kleinsten, die mit schmerzhaften Erlebnissen einhergeht, berichten die Wissenschaftler, die im Rahmen einer Studie, die Gehirnaktivität von 32 Babys überwachten, denen Blut abgenommen wurde, um dabei punktuell Schmerz auszulösen.

40 Prozent weniger Schmerzaktivität im Hirn
Dabei beobachten sie, dass jene 16 Kinder, die zuvor mit einer weichen Bürste sanft gestreichelt wurden, 40 Prozent weniger Schmerzaktivität im Gehirn zeigten. „Berührung scheint analgetisches (schmerzausschaltendes; Anm.) Potenzial ohne das Risiko von Nebenwirkungen zu haben“, wird die Autorin der Studie, Rebeccah Slater, von der BBC zitiert.

Sie und ihr Team fanden im Rahmen der Studie zudem heraus, dass die optimale schmerzlindernde Streichgeschwindigkeit bei rund drei Zentimeter pro Sekunde liegt. „Eltern streicheln ihre Babys intuitiv mit dieser optimalen Geschwindigkeit“, sagt Slater.

„Schon frühere Studien haben gezeigt, dass Berührungen die elterliche Bindung erhöhen, den Stress für die Eltern und das Baby verringern und die Dauer von Krankenhausaufenthalten (von Säuglingen; Anm.) reduzieren können“, schreibt Slater im Fachjournal „Current Biology“. Untersuchungen in den USA haben zudem gezeigt, dass Frühchen Entwicklungsrückstände schneller ausgleichen, wenn sie sanft massiert werden.

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