Mi, 19. Dezember 2018

Besitzerin betrunken

01.12.2018 12:19

Vier Helfer bei Rettungseinsatz von Hund gebissen

Drei Polizisten und eine Passantin sind am Freitagabend im Wiener Bezirk Hernals von einem Hund gebissen worden. Die Besitzerin des Vierbeiners war stark alkoholisert, sorgte an diesem Abend gleich für zwei Einsätze innerhalb von nur knapp einer Stunde. Als Beamte und Rettung die Frau versorgen wollten und die Passantin half, wollte der Schäfermischling sein Frauchen verteidigen und schnappte zu.

Zum ersten Einsatz in der Comeniusgasse im Bezirk Hernals wurden die Helfer gegen 18 Uhr gerufen. Die 48 Jahre alte Betrunkene war im Stiegenhaus zu Sturz gekommen und hatte sich verletzt, woraufhin ein Zeuge den Notruf alarmierte. Bei der Ankunft der Einsatzkräfte reagierte die Verunfallte jedoch abweisend, ignorierte die Helfer sowie deren Fragen. Als die Polizisten die Alkoholisierte in ihre Wohnung zurückbringen wollten, stürzte sie ein weiteres Mal.

Sanitäter und Beamten wollten ihr daraufhin aufhelfen, der Schäfermischling verteidigte jedoch seine Besitzerin, schnappte nach einem der Uniformierten und verletzte ihn am Unterarm. „Da die Frau jegliche Hilfe verweigerte und eine Einvernahme nicht möglich war, setzte man sie über die Anzeige in Kenntnis“, so Polizeisprecherin Irina Steirer Samstagmittag.

Betrunkene reglos am Boden
Nur knapp eine Stunde später ging bereits der nächste Notruf ein. Erneut war die 48-jährige Betrunkene gestürzt, diesmal auf der Straße vor dem Haus. Sie lag reglos am Boden, ein Passant rief Polizei und Rettung. Der Hund wich seiner Besitzerin auch diesmal nicht von der Seite, weshalb eine 24-jährige Passantin den Einsatzkräften zu Hilfe kommen wollte. Sie nahm den Hund beiseite, um den Helfern so Platz für die Rettungsmaßnahmen zu verschaffen.
Doch der Schäfermischling befand sich nach wie vor in einem Ausnahmezustand. Nur kurze Zeit später versuchte er sich auch schon von der Leine loszureißen, um zu seiner Besitzerin zu gelangen, und schnappte schlussendlich auch nach der 24-Jährigen, die ebenfalls eine Bissverletzung an der Hand erlitt.

„Mehr als zwei Promille Alkohol im Blut“
Sowohl die 24-Jährige als auch die Halterin des Vierbeiners wurden im Anschluss ins Krankenhaus gebracht. „Die Hundebesitzerin hatte mehr als zwei Promille Alkohol im Blut“, erklärte Steirer gegenüber krone.at. 
Der Mischling wurde unterdessen von fachkundigen Beamten der Diensthundeeinheit zur nahe gelegenen Polizeiinspektion gebracht. Dabei jedoch kam es erneut zu einer Attacke, diesmal auf eine Polizistin, die mit einer Bissverletzung am Unterarm endete. Wie Steirer berichtete, hatten sich die Leine und auch der Maulkorb des Hundes - beides sei laut Sprecherin bereits defekt gewesen - gelöst.

Als Helfer der Tierrettung in der Inspektion eintrafen, um den Hund abzuholen, zeigte sich das Tier erneut überaus aggressiv, weshalb man ein weiteres Mal Experten der Polizeidiensthundeeinheit um Unterstützung bat. Beim Versuch, das aufgebrachte Tier in einen Transportkorb zu bugsieren, erlitt ein weiterer Polizist eine Bissverletzung an der Hand.

Bezüglich der Schwere der Verletzungen der vier Bissopfer erklärte Steirer: „Die Verletzung fielen allesamt eher leicht aus.“ Der Hund sei danach von der Tierrettung in ein Tierquartier gebracht worden. Was weiter mit dem Vierbeiner geschehe, müsse sich erst zeigen, hieß es.

 krone.at
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