20.01.2010 16:05 |

Wegen Schweine-Test

Bombendrohung in Sölden: Raika-Filiale geräumt

Die Raiffeisenbank im Tiroler Sölden ist am Mittwoch nach einer Bombendrohung evakuiert worden. Hintergrund dürfte laut Polizei das in der Vorwoche abgebrochene Experiment sein, bei dem mit Schweinen der Todesverlauf von Lawinenopfern simuliert werden sollte.

Der unbekannte Täter brachte die Bank offenbar aufgrund eines Fotos in einer Zeitung mit dem Experiment in Verbindung. "Zwischen der Bank und der Studie bestehe allerdings keinerlei Zusammenhang", betonte Hubert Juen, Bezirkspolizeikommandant von Imst. Ein Symbol auf der Jacke eines Mitarbeiters am Projekt sei vom Verfasser des Bekennerschreibens wohl als Raika-Logo gedeutet worden. Die Drohung langte bei der Filiale in Sölden am Mittwochvormittag per Post ein.

Es habe sich um einen ganz normalen Umschlag und einen maschingeschriebenen Brief gehandelt, erklärte Juen. Darin werfe der unbekannte Schreiber der Bank vor, die Tierversuche im Ötztal unterstützt zu haben, und erkläre, dass eine Bombe folgen werde. Daraufhin wurde die Bank, in der rund 15 Personen beschäftigt sind, evakuiert.

Keine Bombe entdeckt
Mit einem Sprengstoffhund wurde das Gebäude durchsucht. Am Nachmittag konnte Entwarnung gegeben werden. Es wurde keine Bombe entdeckt. Die Filiale blieb am Mittwoch trotzdem geschlossen. Hinweise auf den Verfasser gibt es bisher nicht. Aufgegeben wurde der Brief in Wien.

Vier Pfoten distanziert sich
Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten distanzierte sich umgehend von dem Vorfall. Geschäftsführerin Johanna Stadler betont: "Ein solches Vorgehen verurteile ich aufs Schärfste. Eine Bombendrohung bringt niemandem etwas - schon gar nicht den Tieren. Im Gegenteil: Mit solchen Aktionen wird dem Tierschutz geschadet."

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