Holdhaus beurlaubt

Der Förderskandal im Sport weitet sich aus

Sport-Mix
14.11.2018 06:50
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Es kommt, wie es kommen musste! Bei seinem Amtsantritt hatte Sportminister Heinz-Christian Strache genaueste Überprüfungen bei der Verwendung der Fördergelder angekündigt - jetzt kommen die ersten Skandale ans Tageslicht: Zuerst wegen Unregelmäßigkeiten beim Tischtennisverband, jetzt beim Institut für medizinische und sportwissenschaftliche Beratung.

Die kurz IMSB genannte Einrichtung wurde im Jahr 1982 gegründet und hat ihren Sitz in der Südstadt bei Wien nahe des Admira-Stadions. Es wurden dort seither zahlreiche Sportlerinnen und Sportler umfassend und wissenschaftlich betreut. Geschäftsführer war Hans Holdhaus, der sich als Antidoping-Experte einen Namen gemacht hatte. Und der jetzt genau wie sein gleichnamiger Sohn, der die IMSB Consult leitete, beurlaubt wurde.

Unregelmäßigkeiten 
Das gab das Sportministerium Dienstags in einer Aussendung bekannt und bestätigte damit die Gerüchte über die Vorgänge im IMSB, die in der Sportszene bereits seit Wochen die Runde gemacht hatten. Offizieller Grund sind Unregelmäßigkeiten bei den Zahlungsflüssen in der IMSB, die von der eigens eingesetzten Task Force aufgedeckt wurden.

Jährlich 1,4 Millionen
 „Kann die Verwendung der Fördermittel nicht ordnungsgemäß nachgewiesen werden oder vermuten wir Ungereimtheiten, dann bin ich als Minister gesetzlich zum Handeln verpflichtet“, erklärt Strache dazu. Die IMSB, in der in all den Jahren auch unzählige Top-Athleten betreut wurden, erhielt zuletzt jährlich 1,4 Millionen Euro an Fördergeldern. Aber es ist zu befürchten, dass das noch lange nicht der letzte Akt in diesem Skandal ist.

Peter Frauneder, Kronen-Zeitung

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