Mi, 14. November 2018

In Landesbetrieben:

05.11.2018 05:00

Letzter SPÖ-Ansturm gegen höhere Managerbezüge

Heute, Montag (5. November), kippt die schwarzblaue Regierungsmehrheit gegen die Stimmen von SPÖ und Grünen die Gehaltsobergrenze für die Manager der Landesunternehmen. Während der zuständige ÖVP-Politiker Michael Strugl das als Versuch, am Markt draußen leichter Führungskräfte zu finden, verteidigt, wirft die SPÖ eine Last-Minute-Gesetzesänderung ins Gefecht.

SPÖ-Chefin Birgit Gerstorfer findet das Aus für den Gehaltsdeckel von 239.000 Euro  Jahresbrutto „unverantwortlich gegenüber dem Steuerzahler“ und hält es für einen Affront gegenüber den Pflegekräften,  deren Entlohnung  in Oberösterreich im Bundesvergleich „eines der Schlusslichter“ sei.

SPÖ gegen „Luxus-Gagen“ im Landesbereich
Heute in der Regierungssitzung geht’s um eine Verordnung zum „Stellenbesetzungsgesetz“, in der die Bezugsobergrenze steht.   SPÖ- Chefin Birgit Gerstorfer und Klubobmann Christian Makor wollen nun  beim  Gesetz selber ansetzen und bringen für die Landtagssitzung diese Woche einen dringlichen Initiativantrag ein, den Deckel ins Gesetz selber zu schreiben. Das wird angesichts der schwarzblauen Mehrheit auch nichts ändern, aber immerhin zu einer öffentlichen Debatte im Landtag führen.

„Gewisser Populismus war zu erwarten“
„Ein gewisser Populismus war bei diesem Thema zu erwarten - auch wenn die Entlohnung von Pflegekräften und die Gehälter von Landesmanagern nichts miteinander zu tun haben“, reagiert LH-Vize Michael Strugl (ÖVP) abgeklärt auf den letzten SPÖ-Ansturm: „Wir haben einfach immer öfter bei Ausschreibungen für Landesgesellschaften das Problem, dass wir Leute, die wir wollen, nicht kriegen, weil wir sozusagen nicht marktüblich zahlen.“

Keine astronomischen Gehälter für alle
Wenn der Deckel jetzt wegkomme, heiße das ja eh nicht, dass ab jetzt alle Vorstände „astronomische Gehälter“ bekämen, so Strugl.  Sondern die Landesholding werde ja im Einzelfall entscheiden, nach diversen Kriterien wie Unternehmensgröße, Branche sowie Stellung und Risiko am Markt.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Rund 10 Millionen Euro
Am Sonntag wartet dritter Lotto-Sechsfachjackpot!
Österreich
Nicht zu glauben!
Test-Fiasko! Schweiz blamiert sich gegen Katar
Fußball International
Eklat bei Bayern
TV-Experten geohrfeigt: Ribery entschuldigt sich
Fußball International
Urteil in St. Pölten
Mit Pkw auf Ex-Freund und neue Freundin zugerast
Österreich
Mit Probeführerschein
Lenker (20) raste Polizei im 244-PS-Audi davon
Oberösterreich
Fußprellung
Deutschland gegen Russland ohne Dortmund-Star Reus
Fußball International
Als Sportdirektor
Nächster Paukenschlag! Rieds Schiemer schmeißt hin
Fußball National

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.