26.10.2018 11:59 |

Helfer schlagen Alarm:

Rettung fehlen die Zivildiener

Auf Zivildiener angewiesen ist das Rote Kreuz. Denn die jungen Männer, die auf diese Art und Weise ihren Dienst an der Gesellschaft leisten, sind unersetzliche Eckpfeiler für den Rettungs- und Krankentransport. Doch der Hilfsorganisation gehen die Zivis aus. Besonders dramatisch ist die Situation derzeit im Süden.

„In allen Bezirken außer in Mattersburg gibt es problematisch wenig Interessenten für den Einrückturnus April. In Güssing werden zusätzlich für Jänner noch Helfer gesucht“, erklärt Rotkreuz-Sprecher Tobias Mindler. Planmäßig sollten pro Jahr 200 junge Männer ihren Zivildienst ableisten. Die meisten davon sind im Rettungs- und Krankentransport tätig. „Die Kollegen erhalten eine vollwertige Ausbildung als Rettungssanitäter und stellen eine wichtige Stütze unserer Organisation dar“, betont Mindler.

Dass es starke und schwache Termine gibt sei schon immer so gewesen. „Jetzt haben wir aber die Situation, dass es im Bezirk Oberwart im April 2019 nur einen einzigen Interessenten gibt - bei sieben Planposten. Sollten sich hier nicht noch Bewerber finden, würde uns das vor Probleme stellen“, warnt Mindler. Einzelne offene Planposten habe es beim Roten Kreuz auch in der Vergangenheit geben. Diese konnten jedoch intern durch Überstunden von hauptberuflichem Personal oder durch den Mehreinsatz von engagierten Freiwilligen kompensiert werden, heißt es. Ursachen für den aktuellen Mangel seien geburtenschwache Jahrgänge, aber auch der Umstand, dass das Heer wieder an Attraktivität gewonnen habe. Trotzdem bleibt Mindler optimistisch:

"Viele unserer Ehrenamtlichen haben als Zivildiener angefangen. Der Zivildienst beim Roten Kreuz ist eine ausgesprochen sinnvolle und erfüllende Tätigkeit, bei der man zudem Softskills erwirbt, die man auch im späteren Leben gut anwenden kann.“

Kronen Zeitung

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