Mi, 26. September 2018

Er litt unter Psychose

14.09.2018 07:48

Küblböcks Familie schließt Suizid „zu 100%“ aus

Im tragischen Fall um den schrillen deutschen Sänger und Schauspieler Daniel Küblböck, der von einem Kreuzfahrtschiff in den Tod gesprungen sein soll, hat sich nun seine Familie zu Wort gemeldet. Sein Vater schließt einen geplanten Suizid „zu hundert Prozent“ aus. Der Künstler habe jedoch unter psychischen Problemen gelitten - daher habe man versucht, aus Sorge die Reise zu verhindern.

„Entgegen aller Gerüchte ist Daniel alleine und ohne Begleitung an Bord der AIDAluna gegangen. Er wollte diese Reise alleine unternehmen“, teilt Küblböcks Familie auf der Website des Künstlers mit. Mit dieser Mitteilung wolle man Spekulationen rund um die Tragödie vor der kanadischen Küste verhindern.

Familie vermutet „Ausnahmezustand“
Küblböck sei nicht depressiv gewesen, ist in dem Posting zu lesen, „aber er hatte seit Kurzem psychische Probleme, die man wohl am besten mit einer Art Psychose beschreiben kann“, lässt sein Vater Günter Küblböck wissen. „Dies (den Sprung vom Schiff, Anm.) kann er nur in einem Ausnahmezustand getan haben, ohne sich wirklich im Klaren darüber zu sein, was er tut und welche Folgen das haben wird“, vermutet er. Daniels Ex-Freund teilte schon vor Tagen mit, dass er nicht glaubt, dass sich der Sänger das Leben nehmen wollte

Vater: „War nicht möglich, ihm die gebuchte Reise zu verwehren“
Auch auf die Fotos von Daniel in Frauenkleidern wird in der Mitteilung eingegangen: Von einer „plötzliche Wesensveränderung, die sich in den letzten Wochen in vielen Facetten gezeigt hat“, ist die Rede. Daher habe man auch die Reise auf dem Kreuzfahrtschiff AIDAluna verhindern wollen. „Durch die schwierige Gesetzeslage in Deutschland war es jedoch nach Auskunft der AIDA-Gesellschaft nicht möglich, ihm die gebuchte Reise zu verwehren. Ich hatte daher schon im Vorfeld die Verantwortlichen des Schiffes darum gebeten, ein besonderes Auge auf Daniel zu haben“, erklärt sein Vater.

Daniel habe auf männliches Auftreten geachtet
Weiters stellt Günter Küblböck klar, dass Daniel „niemals auch nur ansatzweise erwähnt hat, er würde sich wünschen, eine Frau zu sein. […] Im Gegenteil, er hat in den letzten Jahren immer auf ein sehr männliches Auftreten geachtet.“ Sein Zustand habe sich massiv mit der intensiven Vorbereitung auf die Frauenrolle, die er zu seinem Abschlussstück an der Schauspielschule spielen sollte, verändert. Er habe viele Pläne für sein Leben nach dem Studium gehabt.

Zum Abschluss bittet die Familie, von Spekulationen Abstand zu nehmen. Die Mitteilung endet mit den Worten: „Wir vermissen dich …“

Miriam Krammer
Miriam Krammer

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