Mo, 24. September 2018

Tragödie auf Mallorca

08.09.2018 19:55

Erneut Deutscher von Hotelbalkon in Tod gestürzt

Ein neuer Monat, eine neue Balkon-Tragödie auf Mallorca: Nachdem erst Ende August ein 23 Jahre alter Deutscher vom Balkon eines Hotels in den Tod gestürzt war, ist es jetzt erneut zu einem Absturz mit Todesfolge gekommen. Diesmal erwischte es einen 45 Jahre alten Urlauber - ebenfalls aus Deutschland. Seine eigene Ehefrau entdeckte Samstagfrüh die Leiche im Hotel-Innenhof. Er war ersten Erkenntnissen zufolge von seinem Balkon im dritten Stock abgestürzt.

Das Paar hatte in der Gemeinde Capdepera Urlaub gemacht, berichtete die „Mallorca Zeitung“ auf ihrer Website. Die Frau machte die grausige Entdeckung demnach, als sie in der Früh auf den Balkon des Hotelzimmers trat. Wie es zum Todessturz kam, ist bislang noch völlig unklar.

Laut „Mallorca Zeitung“ geht die Polizei davon aus, dass der 45-Jährige bereits Stunden vor Entdeckung der Tragödie in den Tod gestürzt sein dürfte. Dabei schlug er auch auf dem Geländer des Balkons im ersten Stockwerk auf, wie die Ermittlungen ergaben. Die Witwe wird psychologisch betreut.

Es ist nicht der erste derartige tödliche Balkonsturz auf der bei Urlaubern beliebten Mittelmeerinsel. Meist sind dabei Alkohol oder Drogen im Spiel. Erst Ende August war ein Tourist aus Deutschland an der Playa de Palma auf Mallorca bei einem Sturz vom Balkon seines Hotelzimmers im zwölften Stock ums Leben gekommen. In Medienberichten hieß es, der Bursche habe in angetrunkenem Zustand Klimmzüge am Balkongeländer gemacht und sei in die Tiefe gestürzt, nachdem ihn die Kräfte verlassen hätten.

Durchschnittlich 75 Opfer pro Saison
In den vergangenen Jahren waren es durchschnittlich 75 Todesopfer auf Mallorca - pro Saison. Heuer wird die Zahl noch höher sein, sagte der Bürgermeister von Palma vor Kurzem bei einer Pressekonferenz, eine genaue Statistik liege erst Ende 2018 vor. Und er betonte auch, dass „verstärkt Maßnahmen gesetzt werden müssen, um diese fürchterlichen Unfälle in Hinkunft zu verhindern“.

 krone.at
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