Di, 25. September 2018

Wirte im Zwiespalt

05.09.2018 06:00

Sturm im Wasserglas um neuen EU-Vorstoß

Kostenlos ein Glas Wasser den Gästen servieren? Das ist die Frage, die derzeit unsere Wirtsleute vom Bodensee bis zum Neusiedler See beschäftigt. Derzeit sorgt eine geplante entsprechende EU-Richtlinie für einen Sturm im Wasserglas.

„Durch den Ausschank entstehen unter anderem Kosten, wie die Bezahlung des Mitarbeiters, die Anschaffung und die Reinigung der Gläser“, argumentiert Peter Dobcak, Sprecher für 6000 Gastronomen aus der Wiener Wirtschaftskammer im Gespräch mit der „Krone“ dagegen. Rückenwind für den Vorstoß aus Brüssel hingegen gibt es vom Konsumentenschützer Heinz Schöffl, der sich zudem über unentgeltliches Leitungswasser in Kantinen und öffentlichen Einrichtungen freut.

„Glückliche EU, wenn sie keine andere Sorgen hat!“
Auch die Mehrheit der Wirte nimmt die entstehenden Kosten offenbar in Kauf, wie etwa Gastroprofi Andreas Leitner aus Oberösterreich, der aber mit einem Seitenhieb nach Brüssel nicht sparen möchte: „Dieses Thema betrifft uns nicht, denn im Hotel Post Ebensee ist Trinkwasser kostenlos. Glückliche EU, wenn sie keine anderen Sorgen hat! Gerade in der Gastronomie gäbe es wichtigere Probleme zu regeln.“

Palo Clary-Aldringen vom Latschenwirt in Salzburg-Großgmain hingegen agiert so: „Unser Wasser kommt aus der hauseigenen Quelle, wir verlangen dafür 50 Cent, die wir aber einer wohltätigen Organisation spenden.“

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.