Sa, 22. September 2018

Schwimm-EM

08.08.2018 22:23

15 Jahre & EM-15.: Grabowski als Zukunftshoffnung!

Die Burgenländerin Lena Grabowski hat am Mittwoch bei den Langbahn-Europameisterschaften der Schwimmer in Glasgow über 200 m Rücken Rang 15 belegt! Die erst 15-Jährige verbesserte sich im Vergleich zum Vorlauf um 22/100 Sekunden auf 2:15,08 Minuten. Ihre Mitte Juni in Barcelona fixierte persönliche Bestzeit verpasste sie um 59/100. Allerdings war Grabowski schneller als bei den Junioren-Europameisterschaften im Juni, ihrem eigentlichen Saison-Höhepunkt.

Nicht nur deswegen war sie zufrieden, denn es war der bisher größte Erfolg in der jungen Karriere der Athletin von SU Neusiedl. Seit einem Jahr trainiert Grabowski bei Balasz Fehervari in der Südstadt und besucht auch das dortige Internat. So richtig entdeckt wurde sie einst bei einem Nikolo-Schwimmen in Steyr. „Semifinale ist die Bombe“, hatte sie nach dem Einzug unter die besten 16 gejubelt. Erst am 10. September feiert die Juniorin ihren 16. Geburtstag. Beim Aufruf ihres Namens auf der großen Bühne lächelte Grabowski entspannt, genoss die Stimmung. Im Rennen selbst ließ sie sich nicht vom hohen Tempo der anderen verleiten, sondern folgte ihrer Marschroute. „Ich bin froh, dass es schneller war als in der Früh“, sagte sie. „Es war das letzte Rennen vor den Sommerferien.“

„Bei der Technik kann ich noch viel herausholen“
Es sei ihr bewusst, dass es etwas Besonderes ist, in ihrem Alter ein Semifinale zu erreichen. „Aber im Endeffekt kann ich es noch nicht ganz fassen.“ Insgeheim hatte sie vor der Reise nach Schottland auf den Aufstieg aus dem Vorlauf gehofft. „Aber als ich dann die Startliste gesehen habe, habe ich gedacht, das ist unmöglich. Jetzt taugt es mir natürlich. Ich habe mir selbst bewiesen, dass ich nach der nicht so guten J-EM aufstehen und weitermachen konnte.“ Grabowski sieht in sich viel Potenzial. „Bei der Technik kann ich noch viel herausholen. Weil das ist ‚Party-Schwimmen‘, was ich da veranstalte. Oder wie es gerne genannt wird: die Rückentechnik für die Brustschwimmer. Denn viele Brustschwimmer, die ich kenne, hüpfen auch so wie ich beim Rückenschwimmen.“

„Ich mag das, wenn ich die ganze Zeit atmen kann“
Sie selbst war aber immer schon in der Rückenlage am meisten daheim. Und dafür hat sie eine einfache Erklärung: „Ich mag das, wenn ich die ganze Zeit atmen kann.“ Das „Küken“ des OSV-Teams kommt aus Parndorf und fing in der zweiten Volksschul-Klasse mit dem Schwimmen an. Beim besagten Nikolo-Schwimmen sei sie dann überall um den zehnten Rang gelegen, nur über Rücken habe sie gewonnen. Ihr Heimtrainer Christian Gettinger sei dann noch mehr auf sie aufmerksam geworden und habe sie in eine höhere Trainingsgruppe eingeteilt. Der Wechsel von Trainingsgruppe und Schule in die Südstadt war der nächste Schritt.

Peaty, Romantschuk und Sjöström holen nächste EM-Titel
Drei bestimmende Schwimmer der Langbahn-EM holten indes am Mittwoch je einen weiteren Titel. Der Brite Adam Peaty gewann wie über 100 m auch über 50 m Brust überlegen, der Ukrainer Michail Romantschuk entschied nach den 400 auch die 800 m Kraul für sich und die Schwedin Sarah Sjöström holte schon ihr 3. Gold - nach 50 m Kraul und 100 m Delfin über 100 m Kraul. Für einen Europarekord sorgte indes Jewgenij Rylow über 200 m Rücken. Der Russe drückte in 1:53,36 seine kontinentale Top-Marke vom Vorjahr um 25/100. Den Weltrekord hält Aaron Peirsol seit der Rom-WM 2009 mit 1:51,92. Den traut sich Rylow noch nicht zu: „Ich habe gute Arme und Beine und bin auf den ersten 100 Metern schneller als die Weltrekord-Durchgangsmarke. Aber auf dem zweiten 100er habe ich nicht die Kraft.“

Die Ungarin Katinka Hosszu wiederum holte nach der heurigen Trennung von ihrem Mann und Coach Shane Tusup mit Gold über 200 m Lagen in 2:10,17 Min. ihre erste Medaille in Glasgow, 8/100 vor der Italienerin Ilaria Cusinato. Für die Schweiz gab es in diesem Bewerb nach Gold für Jeremy Desplanches Bronze durch Maria Ugolkova. Letztlich siegten über 4 x 100 m Kraul Mixed die Franzosen Jeremy Stravius, Mehdi Metella, Marie Wattel und Charlotte Bonnet in 3:22,07.

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