Di, 17. Juli 2018

Start im Dezember

11.07.2018 15:45

Israel will 2019 Raumfahrzeug auf dem Mond landen

Israel will als vierte Nation nach den USA, Russland und China auf dem Mond landen. Ein israelisches Firmenkonsortium plant, das erste private Raumfahrzeug zum Erdtrabanten zu senden. Das unbemannte Raumschiff soll im Dezember an Bord einer „Falcon“-Rakete der US-Firma SpaceX ins All starten und am 13. Februar 2019 auf dem Mond landen, wie am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz in Tel Aviv bekanntgegeben wurde.

Das beim Start nur 585 Kilogramm schwere Raumfahrzeug soll nach dem Start in elliptischen Bahnen mehrmals die Erde umkreisen, bevor es auf dem Mond aufsetzt. Als Ziel der Mission wurde bei der Präsentation in Tel Aviv genannt, man wolle das Rätsel der magnetischen Felder des Erdtrabanten lösen.

Mission kostet rund 80 Millionen Euro
Hinter der privat finanzierten Mission, deren Kosten mit rund 80 Millionen Euro beziffert werden, steckt SpaceIL, eine gemeinnützige Organisation, die vor sieben Jahren von drei jungen israelischen Ingenieuren mit dem Ziel gegründet wurde, das erste israelische Raumschiff auf dem Mond zu landen.

Israelischer Milliardär als Hauptsponsor
Finanziert wird das Projekt zu rund einem Drittel vom Milliardär Morris Kahn (Bild unten), einem der reichsten Männer Israel. Dazu kommen zahlreiche private Spender. Unterstützung gebe es zudem von der israelischen Flugzeugbaufirma Israel Aerospace Industries, der israelischen Raumfahrtorganisation ISA sowie dem renommierten Weizmann-Institut für Wissenschaften, berichtet die Tageszeitung „Haaretz“.

Erste Ankündigung bereits im Jahr 2012
Die Gründer von SpaceIL hatten schon Ende 2012 angekündigt, ein unbemanntes, kleines Raumschiff zum Mond schicken zu wollen, das hochauflösende Bilder zur Erde funken solle. „Wir glauben, dass wir das Raumschiff bis 2015 fertigbauen können. Schwieriger wird es, einen passenden Ort für den Start zu finden“, sagte der Vorsitzende von SpaceIL, Yanki Margalit, damals.

SpaceIL arbeite aktiv an der Schaffung eines israelischen „Apollo-Effekts“. Ziel sei es, das Land auf technischem und wissenschaftlichem Gebiet nach vorne zu bringen und die folgenden Generationen zu inspirieren, heißt es auf der Website der Organisation.

Zuletzt landete China 2013 Sonde auf dem Mond
Die bislang letzte Landung eines Raumfahrzeuges auf dem Mond liegt schon wieder einige Jahre zurück. Am 14. Dezember 2013 setzte die chinesische Sonde „Chang‘e 3“ (Bild oben) in der „Bucht der Regenbogen“ auf dem Erdtrabanten auf. Mit an Bord hatte der Lander den Rover „Yutu“ („Jadehase“; Bild unten), der eine Distanz von 114 Metern zurücklegte. Seit Jänner 2014 bewegt er sich auf Grund einer Störung aber nicht mehr.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder

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