Fr, 20. Juli 2018

Und eines ist zu klein

21.06.2018 12:34

Berittene Polizei: Erst vier Pferde als „Bewerber“

Der geplanten berittenen Wiener Polizeistaffel fehlen - vorerst - die Pferde. Mit Ende der Bewerbungsfrist wurden dem Ministerium anstatt der geplanten zwölf lediglich vier Tiere angeboten. „Wir werden jetzt offensiv auf Züchter auch in Deutschland und Ungarn zugehen“, sagte Ministeriumssprecher Christoph Pölzl. Bei menschlichem Personal gibt es mit 72 Bewerbern hingegen ein Überangebot.

Bei den vier Pferden musste eines auch noch gleich wieder abgelehnt werden: Es erreichte nämlich nicht das gewünschte Stockmaß, sprich: es war zu klein. Zwei der Tiere werden noch am Donnerstag dem Veterinärmediziner zugeführt, um zu prüfen, ob sie die strengen Aufnahmekriterien erfüllen, ein weiteres Pferd wird am Freitag begutachtet. Neben körperlichen Anforderungen müssen sie unter anderem auch ausgeglichen, lernbereit, schmiede- sowie verladefromm sein.

72 Bewerber, darunter 60 Frauen
Bei menschlichen Bewerbern kann das Innenministerium hingegen aus dem Vollen schöpfen. Insgesamt 14 Posten gibt es, drei wurden bereits besetzt. Für die restlichen elf Reiter haben sich 72 Polizisten beworben. 60 von den Anwärtern sind Frauen, zwölf Männer. Die Voraussetzungen wie eine abgeschlossene Grundausbildung sowie mindestens zwei Jahre Außendiensterfahrung und ein gültiger Reiterpass werden von allen erfüllt. „Viele sind sogar überqualifiziert“, sagte Pölzl.

Das Ministerium will weiterhin ab Anfang August mit der Ausbildung beginnen, auch wenn die geplante Zahl von zwölf Pferden, wobei zwei Ersatztiere sind, bis dahin nicht erreicht sein sollte. Nachfolgende Tiere könnten fließend in die Ausbildung hinzustoßen.

Pferde in Theresianischer Militärakademie untergebracht
Untergebracht werden die Pferde in der Theresianischen Militärakademie in Wr. Neustadt. Wie berichtet, wird das Innenministerium unter anderem eine Reithalle, Boxen, Stallungen, Koppel und eine Reitwiese mieten. Als Miete für die 2700 Quadratmeter große Anlage wurden 5100 Euro pro Monat (ohne Futter) vereinbart. Der Vertrag gilt vorerst bis 15. Juni 2020. Der private Heeressportverband sowie der Wiener Neustädter Reitsportverein können die Reithalle zu gewissen Zeiten weiterhin nutzen.

Für den Startbetrieb der Reiterstaffel - inklusive Ausrüstung und Kosten der Pferde - sind zunächst 380.000 Euro vorgesehen. Der laufende Betrieb soll pro Jahr rund 110.000 ausmachen. Sollte die Reiterstaffel scheitern, sei der Wiederverkaufswert der Tiere nach der Ausbildung Pölzl zufolge „sehr hoch“.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.