Thema Erziehung

Ist mein Kind hochbegabt?

Leben
02.07.2018 08:00

Hochbegabte Schüler fallen auf. Das Begabungsförderungszentrum des Stadtschulrates unterstützt Kinder, ihr Potenzial zu leben.

Das Begabungsförderungszentrum versteht sich als Drehscheibe für Informations- und Wissensaustausch rund um Begabung. Es sind viele Merkmale, die auf einen besonders begabten Spross hindeuten.

Hier nur eine kleine Auswahl davon:

  • Schnelle Auffassung, rasche Vernetzung: Das Kind erkennt blitzschnell Zusammenhänge.
  • Frühes Erreichen oder Überspringen von Entwicklungsstadien.
  • Intensives Frageverhalten: Das Kind zeigt einen auffallend großen Wissensdurst.
  • Divergentes, kritisches Denken: „Kann ich das nicht anders machen?“
  • Das Kind bevorzugt eigene Lösungswege und geht an Aufgabenstellungen anders heran.
  • Langeweile bei Routineaufgaben.
  • Altersunüblicher Wortschatz und sprachliche Gewandtheit.
  • Frühes Lesen: Der Spross erlernt selbstständig das Lesen, häufig deutlich vor Schulbeginn.
  • Eher geringes Schlafbedürfnis.
  • Ausgeprägte Beobachtungsfähigkeit: Das Kind erkennt aufgrund seiner hohen sozialen Begabung Gefühlsregungen bei anderen Personen schon im Ansatz. Hohes Detailwissen und hohe Leistungsziele.
  • Umgang mit älteren Kindern wird bevorzugt.
  • Der Sprössling hat ein starkes Bedürfnis nach Selbstbestimmung.
(Bild: stock.adobe.com)

Kommentar von Eltern-Kids-Coach Nina Petz
Mein Sohn (7) soll die erste Klasse wiederholen. Er ist oft langsam und unkonzentriert. Gleichzeitig ist er wissbegierig und hat ein großes Allgemeinwissen. Wie kann er sich besser konzentrieren? Ist „Sitzenbleiben“ wirklich gut für ihn?

Leider kann ich nicht beurteilen, ob eine Wiederholung der Klasse Ihrem Sohn tatsächlich den gewünschten Erfolg bringt. Immerhin kann es durchaus möglich sein, dass er in seiner Entwicklung einfach noch Zeit, seine Konzentration mehr Training braucht. Hier kann es durchaus hilfreich sein, schon bekannten Lernstoff noch einmal in Ruhe durchzumachen. Allerdings sollte auch der soziale Faktor abgewogen und vor allem gut begleitet werden. Ein echter Abschied von der alten Klasse ist dabei wichtig. Ebenso sollten Sie Ihrem Sohn kindgerecht erklären, warum er die Klasse wiederholt. Dies ist notwendig, damit er keine Versagensgefühle verspürt und sich womöglich die „Schuld“ am Wiederholen gibt. Nur so kann er selbstbewusst in die neue Klassengemeinschaft starten. Bleiben Sie in Kontakt mit der Schule, um zu wissen, wo und wie sie zeitnah unterstützen können. Im Zweifelsfall suchen Sie einen Kindertherapeuten oder -psychologen in Ihrer Nähe auf, um Ihrem Sohn jede mögliche Unterstützung zukommen zu lassen.

Susanne Zita, Kronen Zeitung

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(Bild: kmm)



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