Der Swimmingpool ist größer als so manche Wohnung, in den Garagen stehen nur Luxuslimousinen: Die nach dem Vorbild eines spätmittelalterlichen Schlosses errichtete Villa im Herzen von Tampa gilt unter Florida-Touristen seit Jahren als beliebte Sehenswürdigkeit. Hier residiert, oder besser gesagt residierte, US-Münzhändler Mark Y. Denn im Juli 2009 musste der Unternehmer sein fürstliches Anwesen, dessen Erhaltung monatlich 74.000 Dollar verschlingt, räumen – Betrugsverdacht!
Über Jahre hinweg soll der Geschäftsmann die erwirtschafteten Millionen nämlich in die private Tasche gesteckt haben. Besonders bitter dabei aus heimischer Sicht: Auch die Münze Österreich ging dem Pleitier auf den Leim. Vorstand Gerhard Starsich zur "Krone": „Wir haben Y. zwischen September 2008 und April 2009 1.500 Philharmoniker in Kommission übergegeben. Da war freilich von einem möglichen Konkurs nichts zu ahnen.“
Seit der Einleitung des Verfahrens sind die 600 Unzen schweren Münzen (Wert rund eine halbe Million Euro) jedenfalls vom Gericht beschlagnahmt. Ob sie je rückerstattet werden, hängt nun vom Ausgang des laufenden Verfahrens ab…
von Gregor Brandl, Kronen Zeitung
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