Fr, 21. September 2018

Enkerl-Liebe

20.06.2018 08:00

„Mama, wann kommen Opa und Oma wieder?“

Wenn Oma und Opa weiter weg wohnen, sie aber trotzdem ihren Enkeln ganz nah sein wollen, gibt es heutzutage viele Möglichkeiten.

Man darf den technischen Fortschritt nicht schlechtreden. Er hat viele Vorteile. Man kann ganz leicht miteinander in Kontakt bleiben, auch wenn man Hunderte Kilometer voneinander entfernt lebt. Hier einige Tipps, um die Sehnsucht der Kleinen nach den geliebten Großeltern zu lindern:

  • Skype-/WhatsApp-Ritual: Die Großeltern immer Sonntagabend anrufen, könnte zu einem schönen Fixpunkt werden. Und dank Videotelefonie kann man auch gleich Zeichnungen und Basteleien herzeigen.
  • Sprachnachrichten aufnehmen: Ihr Spross ist redselig? Nehmen Sie ihn auf, und lassen Sie Ihren Eltern oder Schwiegereltern die „Botschaft“ zukommen.
  • Gemeinsam auf Urlaub: Reisen mit der Großfamilie oder die Möglichkeit, die Großeltern ganz allein für sich zu haben. Was bleibt, sind wunderschöne Erinnerungen - ein Leben lang.
  • Dokumentieren: Mithilfe von Einweg- oder Digitalkameras können die Enkel kinderleicht Fotos machen. So kann man Omi und Opi an seinen Abenteuern teilhaben lassen.
  • Vorlesen aus der Ferne: Manche sprechen ihren lieben Kleinen ihr Lieblingsmärchen auf eine Audiodatei. So können sie der vertrauten Stimme lauschen, wann immer sie wollen.

Kommentar von Eltern-Kids-Coach Nina Petz
Mein Sohn (17) hat eine Depression und ist in therapeutischer Behandlung. Mir fällt es schwer, seine Antriebslosigkeit auszuhalten. Ich weiß nicht, wie ich mit ihm umgehen soll.
Für viele Angehörige ist es schwierig, die Depression ihrer Angehörigen zu ertragen. Das andere Tempo und die oft sehr kleinen Schritte eines depressiven Patienten sind für seelisch gesunde Menschen oft schwer nachzuvollziehen. Leider gibt es kein Patentrezept für den Umgang mit Menschen, die an einer Depression erkrankt sind. Einmal braucht es wirklich „nur“ eine empathische Begleitung und ein Akzeptieren der Situation, ein anderes Mal kann es auch durchaus passen, wenn Sie Ihrer Frustration Luft machen. Es steht nirgends geschrieben, dass Sie nicht auch einmal laut sagen dürfen, dass Sie sich Sorgen machen und sich ärgern.

Mein Tipp: Nehmen Sie selbst therapeutische Hilfe in Anspruch! Hier finden Sie Platz, all Ihre widersprüchlichen Gefühle zu ordnen. Eine gemeinsame Familientherapie kann helfen, zusammen Strategien für eine Besserung der Situation zu finden. Mit einer objektiven außenstehenden Person, einem Therapeuten, fällt es leichter, die eigenen Gefühle wahrzunehmen und zu formulieren.

Susanne Zita, Kronen Zeitung

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